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Mehr als Human Resources – DELO-Mitarbeiter sollen nicht zum Lachen in den Keller gehen

Windach > Den Begriff “Human Resources” hätte ich in unserem Gespräch besser nicht verwendet: Sabine Herold protestiert. Mitarbeiter sind in einem Unternehmen nicht nur “Wertgegenstände”. Gemeinsam mit ihrem Mann spricht die Geschäftsführerin der im bayrischen Windach gelegenen DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA mit jedem neu einzustellenden Mitarbeiter persönlich. Arbeit muss Spaß machen, meint Sabine Herold. Wer an der Arbeit Spaß hat, der arbeitet motiviert und erfolgreich. Und so sucht sie begeisterungsfähige Mitarbeiter, nette Leute, die “nicht zum Lachen in den Keller gehen”. DELO braucht Mitarbeiter, die gute Noten und fachliche Qualifikationen mitbringen und zugleich menschlich in das Unternehmen passen. 230 Mitarbeiter zählt der Mittelständler heute.

Für DELO ist die menschliche und fachliche Qualität der Mitarbeiter ein wirtschaftlich entscheidender Faktor. Denn die Firma will nicht nur “Klinken putzen”, sondern für ihre Kunden ein akzeptierter und fachlich versierter Partner auf Augenhöhe sein und durch Service-Qualität überzeugen. Deshalb investiert DELO in Forschung und Entwicklung ebenso wie in die Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Neueinsteiger erhalten eine dreimonatige interne Schulung. Zurzeit geht ein E-Lerning-Programm an den Start. Insgesamt investiert DELO sechs Prozent der Personalkosten in Schulungsmaßnahmen.

Besonders wichtig ist Sabine Herold das gute Betriebsklima. Vor zwei Jahren hat ihr Unternehmen neu gebaut und dabei in den Innenbereichen viel Glas verwendet. Das symbolisiert die Transparenz, die auch regelmäßige Diskussionsrunden ohne Geschäftsführer oder unmittelbare Vorgesetzte fördern sollen. Damit Informationen fließen und die Mitarbeiter erreichen, gibt es daneben weitere regelmäßige Kommunikationsrunden. So berichten Führungskräfte regelmäßig an ihre Teammitglieder über aktuelle Entwicklungen. Neue Mitarbeiter erhalten für das erste Jahr einen Mentor aus einem anderen Bereich, der mit dem “Blick von außen” manches Problem eher erkennt. Neun Auszubildende gehören zur Belegschaft; DELO bildet unter anderem Werkstoffprüfer, Chemielaboranten und Kaufleute aus. Dass Schüler eines nahe gelegenen Gymnasiums zu Schnupperkursen in das Unternehmen kommen können, ist auch eine gute Werbemöglichkeit für diese Berufe.

Die DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA ist im Wettbewerb “Great Place to Work” als einer von “Deutschlands Besten Arbeitgebern 2009” ausgezeichnet worden. Sabine Herold hält die gute Auswertung der Mitarbeiterbefragung und der Unternehmensanalyse in diesem Wettbewerb gerade im Mittelstand für besonders wichtig. Denn diese Auswertung zeige, wo ein Arbeitgeber noch besser werden kann.

Das Unternehmen im Internet:
www.delo.de