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Arbeit und Qualifizierung zentrale CSR-Thema bei Randstad

Eschborn > Mitarbeiterqualifizierung besitzt für Randstad Deutschland eine strategische Bedeutung. Der Personaldienstleister ermöglicht Unternehmen mit seinen rund 60.000 Zeitarbeitnehmern eine flexible Personalplanung. Und viele Zeitarbeiter profitieren von der Chance auf einen Wiedereinstieg in das Arbeitsleben und von den Qualifizierungsmaßnahmen des Unternehmens. Mehr als 4.000 Zeitarbeiter haben im vergangenen Jahr an dem Ende 2006 ins Leben gerufenen Programm „Lernen im Job“ teilgenommen.

„Working first“ lautet das Motto, unter dem Randstad seine Zeitarbeiter qualifiziert. Das kommt der Situation ungelernter Arbeitnehmer entgegen, die zunächst auf die Berufsarbeit als Broterwerb angewiesen sind. Diese Mitarbeiter werden berufsbegleitend zu Lager-, Produktions- oder Büroassistenten qualifiziert. Zeitarbeitsdisponenten achten dabei darauf, dass Lernmodule und Einsatzfelder dieser Mitarbeiter zusammen passen. Die schriftlichen Examen werden schließlich von der IHK oder dem TÜV Rheinland abgenommen. Die Kursteilnehmer sind hoch motiviert, berichtet die nationale CSR-Koordinatorin bei Randstad Deutschland, Hanna Daum. Die berufliche Fortbildung der Zeitarbeiter nutzt den Kunden von Randstad Deutschland und den qualifizierten Mitarbeitern gleichermaßen. ‚Arbeit‘ ist Geschäftsgegenstand und zugleich Bestandteil der CSR-Strategie des Unternehmens und darüber hinaus das zentrale Thema der Ende 2005 gegründeten Randstad Stiftung ‚Aktiv für Arbeit‘. Die rechtsfähige Stiftung wird regelmäßig aus Unternehmenserträgen gespeist und widmet sich dem fachlichen Dialog in Kooperation mit der Bundesagentur, mit Behörden, der Wissenschaft und anderen gesellschaftlichen Akteuren.

An noch einer weiteren Stelle bringt das Unternehmen sein Know How zum Thema Arbeit ein: Unter dem Motto „Du bist ein Talent“ will Randstad Hauptschüler für den Berufseinstieg fitt machen. Jährlich verlassen 80.000 Schüler Deutschlands Schulen ohne einen Abschluss. An den Standorten Ludwigsburg, Augustdorf, Stuttgart, Köln, Berlin, Hamburg, Herne und Ravensburg hat Randstad Hauptschulpartnerschaften geschlossen. Der Standort Eschborn soll in diesem Jahr hinzu kommen. In einem auf jeweils drei Jahre und die Klassen 7 bis 9 angelegten Programm engagieren sich Unternehmensmitarbeiter im Unterricht. Diese Mitabeiter kennen den örtlichen Arbeits- und Ausbildungsmarkt gut, schaffen ein Bewußtsein für die Anforderungen des Arbeitsmarktes und helfen den Schülern, Antworten auf ihre Fragen zu finden: Wie nähere ich mich meinem Traumberuf? Welche Qualifikationen brauche ich für die Ausbildung? Alle sechs bis 12 Wochen findet ein Unterrichtsbesuch statt, der zwei Stunden oder auch einen ganzen Tag dauern kann. Zu den aufeinander abgestimmten Modulen gehören Lehrerworkshops, Betriebsbesichtigungen und die Begegnung mit Auszubildenden und Personalverantwortlichen. „Du bist ein Talent“ startete im vergangenen Sommer und geht damit dem Abschluss des ersten Jahres entgegen. Das Interesse der Schulen an den Randstad-Standorten war groß. Hanna Daum ist sicher, dass nach den drei Jahren den meisten Schülern ein Ausbildungsplatz vermittelt werden kann. Außerschulische Defizite kann das Programm allerdings nicht ausgleichen.

Im laufenden Jahr ist es für die CSR-Koordinatoren Hanna Daum wichtig, dass die begonnenen CSR-Maßnahmen kontinuierlich fortgesetzt werden. In dem gerade für Zeitarbeitsfirmen wirtschaftlich zunehmend schwierigen Umfeld des vergangenen Jahres konnte Randstad ein Umsatzplus von 9 Prozent erzielen. Hanna Daum betont, dass eine Entpflichtung von Zeitarbeitern in ihren Einsatzfirmen nicht zugleich die Entlassung bei Randstad zur Folge hat. Auch der Personaldienstleister versucht, Zeiten der Beschäftigungslosigkeit etwa mit Fortbildungsmaßnahmen zu überbrücken. Beschäftigungsgarantien kann Randstad aber nicht geben. Zu den 60.000 Mitarbeitern im deutschen Unternehmenszweig gehören auch 3.000 Mitarbeiter im Unternehmenskern. Die Mitarbeiter haben ihren Arbeitgeber aktuell zu einem der „Great Places to Work“ gewählt und damit auch die Bildungsinititiven von Randstad gewürdigt.