Nachrichten Partnermeldungen

Bundesminister Tiefensee: Bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen ist ein Standortfaktor

Potsdam > Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesminister Wolfgang Tiefensee, ist am 18. März 2009 in Potsdam mit Unternehmen des „Runden Tisches Jugend und Wirtschaft“ zu einem Austausch über das bürgerschaftliche Engagement von Unternehmen im Land Brandenburg zusammengekommen.

Die Unternehmen stellten dem Bundesminister gemeinsam mit ihren gemeinnützigen Partnern Kooperationsprojekte vor, die einen Beitrag zu einer positiven Regionalentwicklung leisten.

„Der Runde Tisch Jugend und Wirtschaft ist eine bundesweit einmalige Plattform. Dieses Praxisnetzwerk engagierter Unternehmen gibt seit nunmehr über fünf Jahren praktische Impulse für neue Partnerschaften, in denen das ‚Soziale Kapital’ entsteht, das eine Gesellschaft zusammenhält“, erklärte Bundesminister Tiefensee während der Veranstaltung in der IHK Potsdam. „Die Corporate Citizenship-Projekte sind ein Beleg, dass über die Zuständigkeiten und Grenzen von Staat und Markt hinweg konkrete und innovative Verbesserungen erreicht werden können, die allen Beteiligten nützen und gerade auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten entscheidende Standtortvorteile verschaffen können: Ein Gewinn für alle“, so Tiefensee.

Engagement wird zum Standortfaktor – das zeigten die vorgestellten Praxisbeispiele von Bosch Siemens Hausgerätewerk Nauen, ArcelorMittal Eisenhüttenstadt, Heidelberger Druckmaschinen, iq consult, Agentur Engelke, Bäckerei Plentz, envia SERVICE und Freiwilligenagentur Cottbus. Bildung und soziale Kompetenz, eine funktionierende soziale und kulturelle Infrastruktur, Familienfreundlichkeit, eine intakte Umwelt, Toleranz, Engagement und Eigeninitiative sind die Grundlage eines lebenswerten Gemeinwesens wie einer positiven Unternehmensentwicklung.

Der „Runde Tisch Jugend und Wirtschaft“ demonstriert, dass solche neuen Kooperationen bürgerschaftlich engagierter Unternehmen und gemeinnütziger Einrichtungen weit über das übliche Spenden und Sponsoring hinausgehen. „Jeder kann mit dem, was er hat und gut kann, da anpacken, wo es ihm nötig und sinnvoll erscheint – denn Unternehmen haben mit Zeit, Wissen, ihren Kompetenzen, Kontakten und Ressourcen eine Menge an wirksamer Unterstützung zu bieten“, so Dr. Reinhard Lang vom gemeinnützigen UPJ-Netzwerk, das den Runden Tisch im Jahr 2003 initiiert hat und seit dem koordiniert.

Der Besuch von Minister Tiefensee, so Lang weiter, sei ein Zeichen der Anerkennung des beharrlichen Engagements der Unternehmen am Runden Tisch und mache darauf aufmerksam, dass andere Regionen an den Erfahrungen teilhaben könnten, um möglichst viele weitere Kooperationsprojekte anzuregen.

Der „Runde Tisch Jugend und Wirtschaft“ ist ein Praxisnetzwerk und eine Plattform engagierter Brandenburger Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Platzeck. Ziel des Runden Tisches ist es, die Entwicklungsperspektiven junger Menschen in Brandenburg zu verbessern. In exemplarischen Kooperationsprojekten mit gemeinnützigen Organisationen bauen die rund 30 beteiligten Unternehmen Brücken zwischen Wirtschaft und Gemeinwesen, inspirieren weitere Unternehmen und junge Menschen, gemeinsam etwas für sich und die Lebensqualität in ihrer Region zu tun − und schaffen damit zugleich positive Umfeldbedingungen für die Wirtschaft. Für die Koordination des Runden Tisches erhält UPJ eine Förderung des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.upj-brandenburg.de