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Wiesbaden startet bundesweites Vorbildprojekt für Firmen-Engagement

Unter dem Namen „Die Goldene Lilie“ ist in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ein Projekt gestartet, um das soziale Engagement der Wirtschaft zu forcieren, das bundesweit eine Vorbildfunktion übernehmen soll. Träger ist die gemeinnützige UPJ-Bundesinitiative. Nach der Pilotphase in Wiesbaden soll das Projekt auf andere Städte und Gemeinden übertragen werden.

Die Auszeichnung „Goldene Lilie“ können alle Unternehmen erhalten, die ein maßgebliches gesellschaftliches Engagement nachweisen. Was „maßgeblich“ heißt, prüft eine unabhängige Jury. Da es in Deutschland bislang kein vergleichbares Projekt gibt, hat die UPJ-Bundesinitiative den in anderen Ländern bewährten PerCent-Standard auf hiesige Verhältnisse übertragen. Demnach erhalten die Auszeichnung alle Unternehmen, die mindestens 1 Prozent ihres Nettoumsatzes in das Gemeinwesen investieren oder zeigen, dass sie dies anstreben. Dabei kann es sich um Geldspenden für einen guten Zweck handeln, aber beispielsweise auch um die Freistellung von Mitarbeitern für ehrenamtliche Aufgaben oder die Bereitstellung von Produkten oder Dienstleistungen pro-bono, also kostenfrei. Neben diesen „harten Kriterien“ des PerCent-Standards lässt die Jury auch sog. „weiche Faktoren“ gelten. Dazu gehören beispielsweise die Ausbildung über den eigenen Bedarf hinaus, die Beschäftigung von älteren Mitarbeitern oder Mitarbeitern mit Behinderung oder die besondere Berücksichtigung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Am Ende entscheidet das Gesamtbild, das sich der Jury zeigt.

Die Jury besteht aus dem Wiesbadener Sozialdezernenten Arno Goßmann, Prof. Dr. Hartmut Kreikebaum, Institut für Unternehmensethik an der European Business School (ebs), Dr. Jürgen Waldmann, Vorstand UPJ, und Dr. Tom Sommerlatte von der internationalen Beratungsgesellschaft Arthur D. Little (ADL), UPJ-Botschafter und Initiator des Projekts. Im Kuratorium sitzen Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, Dr. Gerd Eckelmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden, Robert Werner, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Thomas Michel, Vorsitzender der Wiesbaden Stiftung, Stefan Schröder, Chefredakteur des Wiesbadener Kurier, Thilo von Debschitz, Geschäftsführer der Marketingagentur Q Kreativgesellschaft, Andreas Dripke, Geschäftsführer des internationalen PR-Agenturnetzes European Marketing Communications (euromarcom) sowie Dr. Tom Sommerlatte. Der Ideengeber ist in beiden Gremien vertreten, um die Koordination zwischen Jury und Kuratorium zu erleichtern.

Die im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichneten Unternehmen sollen von der „Goldenen Lilie“ vor allem durch die öffentliche Wirkung für Marketing und Vertrieb profitieren. „Die Verbraucher und auch Geschäftskunden legen immer mehr Wert darauf, dass ihr Anbieter, ihr Ladengeschäft oder ihr Handwerker etwas Gutes tut. Die Konzernwelt hat dies längst entdeckt und bewirbt immer öfter in bundesweiten Marketing- und Fernsehkampagnen ihr Engagement, um Marken und Produkte mit einem positiven Image zu versehen. Mit der Goldenen Lilie ist es jetzt erstmals auch für kleine und mittelständische Firmen möglich, ihr Engagement für das Gemeinwesen für Marketing und Vertrieb zu nutzen – zunächst in Wiesbaden, später auch in anderen Städten und Gemeinden“, erklärt Dr. Tom Sommerlatte.

Weitere Informationen im Internet unter www.die-goldene-lilie.de und www.upj-online.de