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CSR als Bestandteil der Unternehmens-DNA – Arcandor initiiert Netzwerktreffen

Essen > Die Arcandor AG wird auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten und bei Wechseln im Spitzenmanagement an ihrem Engagement zum Thema „Nachhaltigkeit“ festhalten. Das betonte Gerd Koslowski, Leiter der Konzernkommunikation der Arcandor AG, gestern bei einer Netzwerkveranstaltung in Essen. Auf der Hauptversammlung am 18. März habe es eine Reihe von Fragen zu den Themenbereichen Nachhaltigkeit, Gesellschaftpolitik und Corporate Social Responsibility gegeben, berichtete er. „Nachhaltigkeitsmaßnahmen müssen in Krisenzeiten zur DNA eines Unternehmens gehören, um glaubwürdig zu sein“, sagte Koslowski. Ohne eine Lösung der Vertrauenskrise sei die gegenwärtige Wirtschaftskrise nicht zu überwinden, deshalb könne ein Unternehmen nicht auf CSR verzichten, auch wenn die Budgets für solche Themen in Krisenzeiten tendenziell eher kleiner würden.

Koslowski sprach zum Auftakt eines Netzwerktreffens, das die Leiterin Gesellschaftspolitik der Arcandor AG, Dr. Alexandra Hildebrandt, initiiert hatte. Dabei kamen Vertreter von Unternehmen, Hilfsorganisationen und Medien zusammen, um Perspektiven für ein gemeinsames Engagement auszuloten. Als „Form modernen Ablasshandels ohne notwendiges Wissen und Strategie“ bezeichnete Klaus Fasold, Initiator der new ethics GmbH & Co. KG, weite Bereiche des gegenwärtigen CSR-Geschehens. CSR-Experten diskutierten zu sehr in einem Elfenbeinturm und sprächen die Sprache der Konsumenten zu wenig. Bei der Einbeziehung der Mitarbeiter in CSR-Strategien gebe es Verbesserungspotential, und selbst von den Mitgliedsunternehmen des UN Global Compact lebten nur etwa die Hälfte in ihrer Unternehmenspraxis die Werte, zu denen sie sich mit ihrer Mitgliedschaft bekennen.

Fasold stellte die Wirtschaftsinitiative innerhalb der „Aktion Deutschland Hilft“ vor. Der Zusammenschluss von 18 Hilfsorganisationen wurde 2001 gegründet, um effektiv und koordiniert Katastrophenhilfe leisten zu können. Die Wirtschaftsinitiative steht am Anfang und will mit ihrem Engagement über die Katastrophenhilfe hinaus gehen. Als kommunikatives Dach und Klammer für soziale, ökologische und kulturelle Projekte in aller Welt will sie Unternehmen und Unternehmensstiftungen integrieren. Zu den Gründungsmitgliedern der Initiative zählt die Regine Sixt Kinderhilfe. Die Wirtschaftsinitiative will durch die Koordination gesellschaftlichen Unternehmensengagements Einsparungen in den Bereichen Strategieentwicklung, Planung, Organisation und Durchführung ermöglichen und die Medienpräsenz dieser Projekte verbessern.

Teilnehmer Essen
Foto: Teilnehmer der Begegnung (CSR NEWS)

Der Austausch unter den Teilnehmern bildete einen Schwerpunkt der Begegnung. Die Anregung aus dem Plenum, das Forum in einem halben Jahr zu wiederholen, will Alexandra Hildebrandt aufgreifen. Dabei sieht sie die Chance, dass Unternehmen ihre Medienkontakte und Kommunikationskanäle nutzen, um Themen der gemeinnützigen Organisationen bekannt zu machen und um weitere Partner für diese Projekte zu gewinnen.

Foto oben: Gerd Koslowski, Leiter der Konzernkommunikation der Arcandor AG (CSR NEWS)