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Mittelstand kann jetzt mit Familienfreundlichkeit punkten

Frankfurt am Main > Unternehmen werden immer familienfreundlicher. Viele Geschäftsführer haben die Wichtigkeit des Themas für die Bindung und Gewinnung von Mitarbeitern erkannt. Das ergab eine gemeinsame Online-Umfrage der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU), der Frankfurter Rundschau, der Wirtschaftszeitung AKTIV, der hessenstiftung Familie hat Zukunft und der IGS Organisationsberatung GmbH. 900 Arbeitnehmer haben die bundesweite Online-Umfrage anonym beantwortet. Über 60 Prozent gab an, dass sie bereits einmal der Familie zuliebe ihre berufliche Situation verändert oder auf einen Karriereschritt verzichtet haben. 45 Prozent haben in den letzten zwei bis drei Jahren vermehrt familienfreundliche Maßnahmen bei ihren Arbeitgebern eingefordert, 96 Prozent bezeichneten das Thema als für sie persönlich relevant.

„Es gibt keine günstigere Zeit für Unternehmen als jetzt in der Krise, sich rechtzeitig und konsequent als familienfreundlicher Arbeitgeber zu positionieren. Dies gelte besonders für den Mittelstand. Denn wenn sich die Konjunktur erst wieder erholt hat, ist auch der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte wieder voll entbrannt. Konzerne werden ihre Attraktivität gegenüber hochqualifizierten Berufseinsteigern ausspielen“, erklärte Prof. Dieter Weidemann, Präsident der VhU. Zwar stehe Familienfreundlichkeit in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation nicht an erster Stelle der Aufgaben, aber die Relevanz des Themas nehme signifikant zu.