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real,- verzichtet ab Oktober auf Käfigeier – Engagement für den Tierschutz hat Tradition

Mönchengladbach > Zukünftig wird es keine Eier aus Käfighaltung bei real,- geben. Schrittweise stellt die SB-Warenhauskette ihr Angebot in allen 340 deutschen Märkten um. Ab Oktober wird es dann nur noch Eier aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung im Sortiment geben. Verbraucher können Herkunft und Produktionsart der Eier mit Hilfe eines Aufdrucks auf den einzelnen Eiern erkennen. Dabei steht „0“ für Biohaltung, „1“ für Freilandhaltung, „2“ für Bodenhaltung und „3“ für Käfighaltung.

Die Entscheidung von real,-, Eier aus Käfighaltung aus den Regalen zu verbannen, steht auch im Zusammenhang mit einer Gesetzesänderung: Die herkömmliche Käfighaltung war nach § 33 Abs. 4 der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in Deutschland nur noch bis Ende 2008 zulässig. Auf Antrag wurde die Erlaubnis bis Ende 2009 verlängert. Neue Anträge werden nicht mehr genehmigt. Bereits einige Jahre vor dieser Gesetzesreform ist real,- für die Hennenhaltung in alternativen Haltungsformen aktiv geworden:

Seit 1996 nimmt real,- im Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung e.V. (KAT) teil. KAT wurde 1995 von Unternehmen der Eierwirtschaft gegründet. Zu den Mitgliedern des KAT gehören Legebetriebe, Packstellen und die Mischfutterindustrie. Zu den 13 Mitgliedern des KAT-Vorstandes gehören Vertreter der Eierwirtschaft, des Lebensmittelhandels, der Futtermittelindustrie und aus dem Tierschutz. Der Verein vergibt ein KAT-Prüfsiegel an Legehennenbetriebe, die eine artgerechte Tierhaltung sicherstellen. Dazu gehören etwa ein uneingeschränkter Auslauf in der Freilandhaltung, begrünte Auslaufflächen mit Unterschlupfmöglichkeiten und Tränken oder maximal 6.000 Tiere pro Stalleinheit.

Bereits in der Vergangenheit führte real,- gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund die Aktion: „Ich empfehle: Kein Ei mit 3″ durch. Kunden in den real,- Märkten wurden dabei animiert, auf die mit einer 3 gekennzeichneten Eier aus Käfighaltung zu verzichten. Auch andere Aktionen verwirklicht die Handelskette gemeinsam mit dem Tierschutzbund. So stehen seit etwa 10 Jahren in nahezu allen real,-Märkten Tierfutter-Spendenboxen. Die Futterspenden gehen an Tierheime des Deutschen Tierschutzbundes.

Der bewusste und kritische Umgang mit Lebensmitteln kommt dabei den Kunden entgegen: real,- spürt seit mehreren Jahren eine sehr starke Nachfrage nach Bio-Produkten und hat diese Produktgruppe kontinuierlich ausgebaut. Auch Kundenbefragungen und die Auswertung der im Unternehmen eingehenden Anrufe und Emails belegen: Das Engagement für den Tierschutz wird von den Kunden geschätzt.

Der Verein für kontrollierte Tierhaltungsformen (KAT) im Internet:
www.was-steht-auf-dem-ei.de

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