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ForestFinance: Nachhaltige Wälder schaffen nachhaltige Rendite und Arbeitsplätze

Bonn > Die von der ForestFinance Gruppe bewirtschafteten Flächen sind im vergangenen Jahr um etwa 1.000 Hektar auf heute über 1.300 Hektar gestiegen. Möglich wurde dies durch die Übernahme von zwei Mitbewerbern: der Futuro Forestal S.A. (Retail) und der deutschen Firma Rainforest Invest. 300 Hektar entstanden durch Neuaufforstungen. Für dieses Jahr sind Neuaufforstungen in einer Größenordnung von 500 Hektar in Planung. Das weist der aktuell veröffentlichte Forst-Tätigkeitsbericht 2008 aus. Das Bonner Unternehmen ist seit 1995 mit Aufforstungsprojekten in Panama tätig.

Gegenüber seinen Investoren und der Öffentlichkeit bietet ForestFinance ein hohes Maß an Transparenz. Das belegen die detaillierten Beschreibungen der Forstprojekte im aktuellen Tätigkeitsbericht. Für dieses Jahr plant das Unternehmen einen noch detaillierteren Bericht, der dann ein Flächen- und Forstkataster auch kleinerer Parzellen deutscher Investoren beinhalten soll. Im Internet sollen Investoren zudem via Google Earth und über Webaufnahmen ihre eigenen Forste in Panama „besichtigen“ können.

Spürbar ist in dem aktuellen Forstbericht, wie sich ForestFinance um die Orientierung an den Grundsätzen einer nachhaltigen Forstwirtschaft ebenso bemüht wie um einen verantwortlichen Umgang mit den Investorengeldern. Um Synergien vor Ort zu nutzen und das weitere Wachstum zu sichern, ist ForestFinance eine Kooperation mit dem zu einem kanadischen Konzern gehörenden Unternehmen Brinkman & Asociados Reforestadores de Centroamerica (BARCA). Dieser FSC-zertifizierte Betrieb bewirtschaftet weltweit über 1,2 Millionen Hektar Forst. BARCA investiert einen Teil seiner Gewinne in die Verbesserung der Infrastruktur der Kommunen, in denen das Unternehmen tätig ist. So wurden 2008 in panamaischen Dörfern Wege verbessert und Bäume an örtliche Schulen verschenkt, die diese mit ihren Schülern pflanzten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, denn die nachhaltige Forstbewirtschaftung ist zugleich ein wichtiger Arbeitgeber:

Bei der Aufforstung werden zunächst über 1.000 Bäume pro Hektar gepflanzt. Mit regelmäßigen „Pflegehieben“ werden alle paar Jahre einige Bäume entfernt, um den gesunden und gerade gewachsenen Bäumen Platz für ihr Wachstum zu verschaffen. Zuletzt bleiben so etwa 180 bis 250 Bäume pro Hektar über. Zudem findet regelmäßig eine Wertästung statt: Damit das Holz weniger Astlöcher aufweist und hochpreisiger verkauft werden kann, werden die Bäume schon früh im unteren Bereich entastet. Weitere Tätigkeitsfelder für die Forstmitarbeiter sind die Vorbereitung der Aufforstungsflächen, die sorgfältige Anlage und Pflege von Bewirtschaftungswegen, regelmäßige Feuerpatrouillen in Trockenzeiten sowie die Pflege- und Krankheitskontrollen. „Wir wollen einen produktiven Wald erzeugen, der dauerhaft bewirtschaftet werden kann und so auch auf Dauer angelegte Arbeitsplätze schafft“, sagt dazu Harry Assenmacher, der Geschäftsführer der ForestFinance Gruppe.

Die von ForestFinance angelegten Mischforste bieten mit ihren unterschiedlichen Baumarten und dem Unterwuchs vielen Tieren Lebensraum. Bestehende Waldsysteme werden integriert und als Totalreservate geschützt. In der Nähe von Bächen und Flüssen findet keine Bewirtschaftung statt. Biodiversität „rechnet“ sich dabei auch, denn sie verhindert die Ausbreitung von in Monokulturen häufig anzutreffenden Schädlingen und Krankheiten.

Eine Investition bei ForestFinance schafft zwar keine hohe, aber eine dauerhafte und nachhaltige Rendite. Das entspricht den Gegebenheiten der nachhaltigen Forstwirtschaft im Vergleich etwa mit der Bewirtschaftung in Monokulturen. Letztere ermöglichen zunächst niedrige Kosten und hohe Erträge, lassen nach 20 Jahren aber verbrauchtes Land zurück. Die nachhaltige Waldbewirtschaftung setzt auf eine Dauernutzung der Wälder und schafft so langfristig Erträge und langfristig Arbeitsplätze. Panama bietet den Investoren von ForestFinance dazu gute Rahmenbedingungen. Denn hier gibt es nicht nur eine internationalen Standards entsprechende Umweltgesetzgebung und ein Umweltministerium, sondern auch ein funktionierendes Rechtssystem und eine handlungsfähige Exekutive. Das hohe Umweltbewusstsein in Panama wird durch den Panama-Kanal gefördert, der auf ein intaktes Waldsystem angewiesen ist, meint Assenmacher.

Weil ein solches Waldsystem CO2 bindet und die ganze Welt darauf angewiesen ist, will Assenmacher demnächst auch CO2-Zertifikate anbieten. Die Zertifizierung nach dem CarbonFix Standard (CFS) und die damit einhergehende Validierung nach dem Climate, Community & Biodiversity Standard (CCBS) befinden sich in einer frühen Umsetzungsphase.

ForestFinance im Internet:
www.forestfinance.de

BARCA im Internet:
www.barca.ca

Foto: victor zastol’skiy/fotolia

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