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Tankstellen schulen ihre Mitarbeiter im Jugendschutz

Berlin > Die rund 4.600 Straßentankstellen sind für viele junge Menschen Anlaufpunkt, wenn es um die Beschaffung von Alkohol geht – gerade an Abenden und am Wochenende. Nun soll das Tankstellen-Verkaufspersonal in der Anwendung des Jugendschutzgesetzes geschult werden. Dafür setzt sich der UNITI Bundesverband mittelständischer Mineralölunternehmen e.V. ein.

Kooperationspartner ist dabei die „Schulungsinitiative Jugendschutz – SchuJu“. Den Mitarbeitern wird dabei ein 10- bis 15-minütiger internetgestützter Trainingskurs angeboten, für den nach erfolgreich bestandenem Abschlusstest ein Zertifikat erteilt wird. Zwei Herausforderungen stehen bei der Schulung im Mittelpunkt: Die Tankstellen-Mitarbeiter sollen das Jugendschutzgesetz kennen, insbesondere die Altersgrenzen für die Abgabe alkoholischer Getränke. Und was wohl noch wichtiger ist: Sie sollen auf das Verhalten in typischen Konfliktsituationen vorbereitet werden, wenn beispielsweise ein vermutlich jugendlicher Käufer sein Alter heraufsetzt und das Vorzeigen eines Ausweises verweigert.

Die Kampagne „Schulungsinitiative Jugendschutz – SchuJu“ wurde vom Arbeitskreis Alkohol und Verantwortung des BSI (Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V.) initiiert. Zu den Partnern der Initiative gehören unter anderen der Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an beruflichen Schulen, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels, der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels, die Deutsche Barkeeper-Union, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag sowie der Bundesverband freier Tankstellen. Im vergangenen Jahr absolvierten fast 10.000 Mitarbeiter und Auszubildende aus Handel, Gastronomie und Tankstellen das Internet basierte SchuJu-Training. Mehr als 7.000 Teilnehmer bestanden den Kurs.

Die Initiative im Internet:
www.schu-ju.de

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