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Menschenrechtsrisiken bei Investitionen in Kolumbien

Brüssel > Auf die weiterhin dramatische Menschenrechtssituation in Kolumbien weist Christiane Schwarz, Kolumbienexpertin des Vereins „kolko e.V. – Menschenrechte für Kolumbien“, hin. 6,8 Millionen Hektar Land seien überwiegend von Paramilitärs der armen Landbevölkerung geraubt worden. Bisher wurde nur ein winziger Bruchteil des Landes zurückgegeben. „Weitere Rückgaben stehen nicht in Aussicht“, so Schwarz. Die EU verhandelt vom 4. bis 8. Mai in Brüssel mit Kolumbien, Peru und Ecuador über eine Ausweitung der Handelsbeziehungen. Mit einem Alternativforum machen Organisationen aus Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien und Europa heute ihre Kritik deutlich. „Im Jahr 2008 wurden in Kolumbien 49 Gewerkschafter/innen ermordet. Mehr als 60% der weltweit ermordeten Gewerkschafter/innen sind aus Kolumbien. Wir lehnen den Freihandelsvertrag mit der EU ab. Die EU hat die ökonomischen Interessen über Demokratie und Menschenrechte gestellt“, teilte Luciano Sanin von der kolumbianischen Gewerkschaftsschule mit.

Weitere Informationen im Internet:
www.kolko.de