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Europaweit 8000 Unterschriften für faire Handys gesammelt

Berlin > Die Internationale Gewerkschaft der Telekommunikation ruft jährlich am 17. Mai den „Welt-Telekommunikations- und Informationsgesellschaftstag“ aus. Der Tag soll das Bewusstsein über die Möglichkeiten der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für die Gesellschaft erhöhen. Zum gestrigen 17. Mai hat das makeITfair-Netzwerk eine Kampagne für faire Produktionsbedingungen in den Lieferketten der Mobiltelefonunternehmen durchgeführt. Mit mehr als 8.000 Unterschriften fordern Verbraucher eine gerechte Bezahlung und bessere Arbeitsstandards in Zulieferbetrieben in China. Ein im vergangenen Jahr veröffentlichter makeITfair-Bericht über chinesische und philippinische Arbeiter mit dem Titel „Silenced to Deliver: Mobile phone manufacturing in China and the Philippines“ beklagt die geringen Mindestlöhne, überlange Arbeitszeiten, die Behinderung der Gewerkschaften und Gesundheitsprobleme. Die Mobiltelefonunternehmen hätten zwar jeweils einen Code of Conduct, die Einhaltung von entsprechenden Standards in den Zulieferbetrieben würde jedoch nicht ausreichend kontrolliert. Die nun gesammelten Unterschriften werden an die Vorstandsvorsitzenden und die Abteilungen für Unternehmensverantwortung der großen Markenkonzerne übermittelt. In diesem Monat initiierten makeITfair und GoodElectronics in Amsterdam ein Treffen, bei dem 18 der größten Elektronikkonzerne – darunter drei Mobiltelefonhersteller – mit Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen darüber diskutierten, wie die Bedingungen innerhalb der Wertschöpfungskette verbessert werden könnten.

Weitere Informationen im Internet:
www.makeitfair.org