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DGQ: CSR-Aktivitäten brauchen eine stärkere strategische Verankerung

Frankfurt > Erfolgreiche Unternehmen sind den weniger erfolgreichen beim Verankern gesellschaftlicher Verantwortung immer um ein bis zwei Nasenlängen voraus. Dennoch ist auch bei den Erfolgreichen in Sachen Effizienz und Effektivität von CSR-Aktivitäten noch erhebliches Verbesserungspotential vorhanden: Es fehlen intensivere Analysen und eine stärkere Einbindung von Interessengruppen sowie durchgängige Ziele und Prozesse mit einem entsprechend durchgängigen Controlling. Gesellschaftliche Verantwortung wird zu oft in Einzelthemen und Leitlinien verpackt. Das stellt die von der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und forum! Marktforschung aufgelegte Excellence Barometer-Benchmarkstudie fest. Für die Studie wurden 300 Top-Entscheider aus unterschiedlichen Branchen telefonisch interviewt und die Einschätzungen erfolgreicher und weniger erfolgreicher Unternehmen gegenüber gestellt.

Etwa zwei Dritten der befragten Unternehmen besitzen eine eigene Abteilung für nachhaltiges und verantwortliches Handeln. Vorstand und Geschäftsführung sind bei 83 Prozent der erfolgreichen und 76 Prozent der weniger erfolgreichen Unternehmen in die Nachhaltigkeitsstrategien eingebunden. Bei der strategischen Ausrichtung von CSR sind die Erfolgreichen den weniger Erfolgreichen deutlich überlegen. Die durchgängige Verankerung von CSR in den Prozessen der Unternehmen wird noch wenig praktiziert, jedoch sind auch hier die erfolgreichen Unternehmen deutlich fortschrittlicher. Bei den internen Maßnahmen zur Umsetzung von CSR bilden das Controlling über ein Berichtswesen und die Managementbewertung die Schlusslichter.

Ansonsten bleibt es nach der DGQ-Studie dabei, dass Corporate Social Responsibility in Deutschland im Wesentlichen in seiner Bedeutung als Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb und für die Steigerung der emotionalen Kundenbindung und der Mitarbeitermotivation gesehen wird.

Weitere Informationen zu der Studie im Internet:
http://www.dgq.de/dateien/QZ_5_09_Leichter_gesagt_als_getan.pdf

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