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Jugendliche und digitale Zukunft: eine Querschnittsaufgabe

Berlin > „Ich hoffe, dass aus der Querschnittsaufgabe keine Querschnittslähmung wird“, so Prof. Dr. Lutz Frühbrodt von der Fachhochschule Würzburg während der lebhaften Diskussion zum Thema „Sind Jugendliche ausreichend auf die digitale Zukunft vorbereitet?“ letzten Donnerstag im O2 Tower in München. Diese hat sich bereits in den vergangenen Wochen auf der Dialogplattform www.diskutiere.de entwickelt. Erste Erkenntnisse und Forderungen aus den zahlreichen Beiträgen stellten die Initiatoren Telefónica O2 Germany und UPJ am vergangenen Donnerstag der Öffentlichkeit vor. Prof. Dr. Lutz Frühbrodt diskutierte die Ergebnisse und die daraus resultierenden Aufgaben mit Dr. Florian Herrmann, MdL, Mitglied der Datenschutzkommission des Bayerischen Landtags, Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, und André Krause, Managing Director Finance bei Telefónica O2 Germany.

„Kinder bereiten sich selbst auf die digitale Zukunft vor.“ Auch wenn dieser Diskussionsbeitrag ein immer wieder auftauchendes Motiv der Debatte anschaulich zusammenfasst, waren sich die Teilnehmer der Onlinedebatte wie auch der Diskussion vor Ort einig: Es ist weiterhin viel zu tun, um die Medienkompetenz der Jugendlichen in Deutschland zu fördern. Dies reicht von entsprechenden Lehrplänen und Vorgaben der Bundesländer für den Medienunterricht, über ausreichende Fortbildungsangebote für Lehrer und das Engagement der Eltern bis zur eigenen Verantwortung jedes einzelnen Jugendlichen: eine Querschnittsaufgabe.

„Jede neue Technik bringt große Chancen mit sich, die wir für uns nützen müssen, aber natürlich auch Risiken. Hier muss die Politik entsprechende Leitplanken setzen. Auch beim Thema Digital Divide haben wir noch einiges vor uns. Weiße Flecken auf der Breitband-Landkarte sind keine Seltenheit, wir müssen die schnelle Internetverbindung bis in den letzten Winkel des Landes ausbauen“, sagte Dr. Florian Herrmann, MdL, Mitglied der Datenschutzkommission des Bayerischen Landtags.

Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen, konstatierte: „Die jüngere Generation, die sogenannten Digital Natives, sind im Beherrschen der Technik besser, können aber Inhalte nicht so gut evaluieren. Wir stehen vor der Herausforderung, die technischen Fähigkeiten mit dem Medienverhalten der Jugendlichen in Einklang zu bringen.“

Eine Patentlösung konnte natürlich auch die Podiumsdiskussion im O2 Tower nicht erbringen. Aber die Experten waren sich einig: Neu entstehende Technologien, immer neue mögliche Gefahren und die zum Teil geringe Erfahrung von Eltern und Lehrern im Umgang mit neuen Medien behindern eine verantwortungsbewusste und sinnvolle Nutzung der Medien durch Jugendliche. „Neben Schulen, Eltern und Politik sind aber auch Unternehmen, Sozialarbeiter oder Jugendzentren gefordert, die Medienkompetenz Jugendlicher zu verbessern“, sagte André Krause. „Dabei müssen alle an einem Strang ziehen sowie flexibel auf neue Herausforderungen und Technologien reagieren.“

Weitere Informationen finden Sie auf www.diskutiere.de