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Nationale Engagementforum: Engagement als Brücke in die Erwerbsarbeit

Berlin > Die Bundesregierung hat das Nationale Forum für Engagement und Partizipation gebeten, den begonnenen Diskurs über eine nationale Engagementstrategie weiterzuführen, Vorschläge vorzulegen und weiterhin beratend tätig zu bleiben. Das Nationale Forum behandelt auch die Themenfelder „Kooperationen von Unternehmen und Zivilgesellschaft“, „Stärkung des gesellschaftlichen Engagements von Unternehmen“ und „Nutzen von Unternehmens-Engagement für die Zivilgesellschaft“. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) als Initiator und Veranstalter des Nationalen Forums bereitet derzeit erste Schritte zur Umsetzung vor. Noch in diesem Monat soll ein Fragebogen an die Mitglieder des BBE und die Mitglieder des Nationalen Forums versandt werden, in dem die Befragten eine Gewichtung der Vorschläge und eine Bewertung der politischen Schlussfolgerungen aus dem ersten Zwischenbericht des Nationalen Forums vornehmen können.

Das Bundeskabinett hatte in der letzten Kabinettssitzung dieser Legislaturperiode am 15. Juli das Nationale Forum für Engagement und Partizipation gebeten, der Bundesregierung Vorschläge zur Änderung und Ergänzung der bestehenden Rahmenbedingungen vorzulegen. Diese Vorschläge sollen zu Beginn der 17. Legislaturperiode diskutiert werden. Zugleich soll das Nationale Forum die Bundesregierung bei der Gestaltung einer wirksamen Engagementpolitik fortlaufend beraten. Ein breiter gesellschaftlicher Diskurs zu den verschiedenen engagementpolitischen Themen soll im Herbst auf dem Internetportal www.engagiert-in-deutschland.de beginnen.

Nach dem jetzt vorgelegten Zwischenbericht soll die Weiterentwicklung von Engagementförderung und Engagementangeboten unter den Gesichtspunkten gesellschaftlichen Herausforderungen (etwa des demografischer Wandels, der ungehobenen Engagementpotenziale (beispielsweise Menschen mit Zuwanderungsgeschichte) und neuer Zugangswege zum Engagement (wie dem Online Volunteering) erfolgen.

Der Zwischenbericht fordert für die Kooperationen von Unternehmen, Zivilgesellschaft und öffentlichem Bereich eine Benennung zentraler Ansprechpartner in allen gesellschaftlichen Sektoren und auf allen föderalen Ebenen. Freiwilligenagenturen, Bürgerstiftungen und Marktplätze sollten als Austauschplattformen für Informationen über Werkzeuge dienen und Netzwerke fördern. Unternehmer sollten ihre Mitarbeiter stärker auf den Nutzen von informellem Lernen hinweisen: „Im Engagement werden Kompetenzen entwickelt, die als Brücke in die Erwerbsarbeit genutzt werden können“, heißt es in dem Bericht. Engagementnachweise könnten sich zu einer qualifizierten Hilfe für Personalabteilungen bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern entwickeln. Zudem könnten Bund, Länder und Kommunen das Unternehmensengagement aufwerten, indem sie dem Thema einen höheren Stellenwert auf der politischen Agenda geben und Kampagnen für das Engagement von Unternehmen initiieren. Als ein wichtiges Element beschreibt der Zwischenbericht die Evaluation der Corporate Citizenship-Programme. Die Wirkungsforschung ermögliche den Dialog von Unternehmen und Zivilgesellschaft über die Bedeutung und Ziele bürgerschaftlichen Engagements.

Eine Abstimmung zwischen dem „Nationalen Forum für Engagement und Partizipation“ und dem „CSR-Forum“ der Bunderegierung gibt es bisher nicht – trotz der deutlichen Überschneidungen in den Themenfeldern.

Der Zwischenbericht zum Download im Internet:
http://www.b-b-e.de/fileadmin/inhalte/aktuelles/2009/05/Agenda_NF_Web_Editorial_Vortrag_Zusammenfassung.pdf

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