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Deutsche Telekom will international CR-Vorreiter werden – CR-Bericht in Print und Online erschienen

Bonn > Beispiele für die Verantwortungsübernahme entlang der Wertschöpfungskette beschreibt der Corporate-Responsibility-Report 2009 der Deutschen Telekom. Die Printversion wird dabei von einem CR-Onlinebericht ergänzt. Erstmals hat die Deutsche Telekom dabei Berichtsinhalte zum CR-Management und zum CR-Programm durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer zertifizieren lassen.

Im vergangenen Jahr entwickelte der Konzern aktuelles CR-Programm, mit dem er zum internationalen Vorreiter der Corporate Responsibility werden will. Drei Handlungsfelder werden darin als Schwerpunkte definiert: Connected Life and Work – nachhaltige Vernetzung von Leben und Arbeiten, Connect the Unconnected – Integration in die Informations- und Wissensgesellschaft und Low Carbon Society – Wege zu einer CO2-reduzierten Gesellschaft. Der Vorstand will bei der Entwicklung der CR-Strategie nicht nur genehmigen, sondern selbst die treibende Kraft sein.

Mit der Neuausrichtung verabschiedet sich die Deutsche Telekom von einer Förderung gesellschaftlichen Engagements nach dem Gießkannenprinzip. „Mit der Ausrichtung des Berichts entlang der Wertschöpfungskette zeigen wir, wie stark bereits heute bei der Deutschen Telekom die unternehmerische Verantwortung im Kerngeschäft verankert ist“, betont CR-Leiter Luis Neves. Corporate Responsibility meint die Verantwortungsübernahme am Unternehmensstandort – aber eben nicht nur. Und so nimmt das Thema „Lieferkette“ einen breiten Raum in dem Bericht ein. Die Orientierung zwischen Print- und Online-Bericht wird dabei durch Verweisziffern erleichtert. Auf den Onlineseiten muss der Leser dann allerdings oft mehrfach weiterklicken, um einen ganzen Artikel lesen zu können. Dennoch hilft die Online-Fassung zur schnellen Orientierung: Wer zum Beispiel das Stichwort „Lieferantenaudits“ in die Abfragemaske eingibt, erhält dazu harte Zahlen. 30 Prozent der Lieferanten waren im vergangenen Jahr nach sozialen und ökologischen Kriterien bewertet. Bis zum Ende dieses Jahres sollen es 100 Lieferanten sein, die 60 Prozent des Einkaufsvolumens abdecken.

Im Zusammenhang mit den Herausforderungen in der Lieferkette erscheint das Engagement der Deutschen Telekom in China interessant: Als alleiniger industrieller Projektpartner der Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) engagiert sich das Unternehmen im Projekt „Switch China“: Mit EU-Unterstützung soll dabei die Umwelt- und Sicherheitssituation in der chinesischen Elektro- und Elektronikindustrie verbessert werden. Adressiert werden dabei über 500 kleinen und mittleren Unternehmen der Branche zu Themen wie Ökoeffizienz, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und gesellschaftliche Verantwortung. Lokale Projektpartner sind das China National Institute of Standardization (CNIS), das China Standards Certification Center (CSC) und das Chinese Institute of Electronics (CIE). Das im April 2009 gestartete Projekt ist auf vier Jahre angelegt. Der Onlinereport bietet Links zu den englischen Websites der chinesischen Partnerorganisationen an.

Der CR-Bericht der Deutschen Telekom ist nach den Kriterien der Global Reporting Initiative gegliedert und erhielt von der GRI den höchstmöglichen Application Level A+.

Der CR-Onlinebericht der Deutschen Telekom:
http://cr-bericht.telekom.de

Foto: Glasfaserkabel (Deutsche Telekom)

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