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Jugendliche wollen mehr Unternehmensengagement – Armut und Umweltzerstörung als größte Herausforderungen

Gütersloh > Mehr als drei Viertel aller Jugendlichen in Deutschland sind besorgt über den Zustand der Welt in 20 Jahren. Und ebenfalls mehr als drei Viertel erwarten deshalb auch ein stärkeres gesellschaftliches Engagement der Wirtschaft. Das ergab eine aktuelle Befragung der Bertelsmann Stiftung zum Thema „Jugend und Nachhaltigkeit“. Das Institut TNS Emnid befragte von Mitte Juni bis Mitte Juli 2009 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland und Österreich im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Zu den größten weltweiten Herausforderungen zählen diese Jugendlichen das Armutsproblem, den Klimawandel und die Umweltzerstörung sowie den Mangel an Nahrung und Trinkwasser. Die Wirtschafts- und Finanzkrise, der internationale Terrorismus und der Anstieg der Weltbevölkerung spielen für sie eine nachrangige Rolle. Jugendliche glauben überwiegend, dass die weltweiten Herausforderungen überwunden werden können. Nur 28 Prozent halten die Probleme für unlösbar. Einen Veränderungsprozess könnten langfristige Strategien der Politik im Interesse nachfolgender Generationen bewirken. Als ebenso wichtig betrachten sie ein stärkeres gesellschaftliches Engagement der Wirtschaft, weltweit gültige Grundregeln im Umgang mit globalen Herausforderungen, intensivere Bildungsmaßnahmen für die nachhaltige Entwicklung und bessere Mitwirkungsmöglichkeiten der Jugend bei gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen. 64 Prozent der befragten Jugendlichen glauben, dass internationale Nachhaltigkeitsnetzwerke einen Einfluss auf globale Entwicklungen haben. Auch die Befragten selbst zeigten eine große Bereitschaft mitzuwirken. 80 Prozent derjenigen, die sich bisher noch nicht für nachhaltige Entwicklung engagieren, sind bereit dazu, dies in ihrer Freizeit zu tun, wenn sie wissen, wie sie sich einbringen können.
Weitere Informationen dazu im Internet:
www.bertelsmann-stiftung.de