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Wasserknappheit: Lebensmittelproduktion als Herausforderung

Frankfurt > Verstärkte internationale Anstrengungen im Kampf gegen die weltweite Wasserkrise fordert die Umweltschutzorganisation WWF zum Start der Weltwasserwoche 2009 in Stockholm. Nach Auffassung des WWF bilden die Auswirkungen des Klimawandels, die zunehmende Verbauung durch Infrastruktur für Wasserkraft, die Schifffahrt und der steigende Bedarf an landwirtschaftlichen Gütern und Nahrungsmitteln die größten Herausforderungen für eine nachhaltige und gerechte Wassernutzung. Die Wasserkrise werde vor Nationalstaatsgrenzen keinen Halt machen, betont der WWF. „In einer globalisierten Welt ist auch ein wasserreiches Land wie die Bundesrepublik in seinem Wasserbedarf nicht mehr unabhängig“, warnt Martin Geiger, Leiter des Bereichs Süßwasser beim WWF Deutschland. „Wenn beispielsweise die Himalaya-Gletscher verschwinden und in Indien das Wasser knapp wird, ist unsere Versorgung mit Baumwolle betroffen“, so der Experte. Nach einer aktuellen WWF-Studie ist Deutschland durch den Import von landwirtschaftlichen Güter jedes Jahr auf 2.181 Mrd. m³ Wasser aus indischen Ressourcen angewiesen ist. Neben Öl-Saat, Kaffee und Reis bezieht Deutschland einen bedeutenden Anteil seiner Baumwolle aus Indien, Pakistan und Bangladesh.

Weitere Informationen im Internet:
www.wwf.de/weltwasserwoche