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Glühlampenausstieg: DUH veröffentlicht „Schmuddelliste“

Berlin > Anders als viele Mitbewerber verhalten sich nach einem Bericht der Deutschen Umwelthilfe das Handelsunternehmen IKEA und die Versandhändler OTTO und Schwab vorbildlich bei Auslistung klimaschädlicher Glühlampen. Ab heute dürfen laut EG-Verordnung keine matten Glühlampen sowie klare Glühlampen mit einer Leistung von mehr als 75 Watt verkauft werden. Dies ist die erste Stufe des EU-weiten Glühlampenausstiegs. Bis 2012 sollen in vier Stufen alle ineffizienten Standardglühbirnen und konventionelle Halogenglühlampen aus dem Verkauf verschwinden. Damit soll ein Beitrag zur Erreichung der europäischen Energieeffizienz- und Klimaschutzziele geleistet werden. Die unter den EU-Staaten und mit dem Europaparlament abgestimmte Regelung soll im Jahr 2020 zu einer geschätzten Energieeinsparung von 39 Terawattstunden führen. Bis jetzt zeigen sich die großen Handelsunternehmen jedoch nicht vorbildlich. Eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe ergab, dass nur die drei genannten der 71 befragten Handelsunternehmen die besonders klimaschädlichen Lampen nicht mehr verkaufen wollen. Vielmehr deute die Befragung darauf hin, dass einige Märkte in den vergangenen Monaten bewusst ineffiziente Glühlampen eingekauft haben, um aus den unter die erste Stufe des Glühlampenausstiegs fallenden Lampen auch noch nach dem 1. September Profit schlagen zu können. So seien im ersten Halbjahr 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum rund 37 Prozent mehr Glühlampen verkauft worden. Auf den öffentlichen Missbrauch der Übergangsreglung in der EU-Verordnung reagiert die DUH mit einer im Internet tagesaktuell geführten „Schmuddelliste“. In ihr werden die Klimasünder im Handel namentlich aufgeführt:

http://www.duh.de/gluehlampe_schmuddelliste.html