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Mit nachhaltiger Chemie zum Erfolg – Interview mit dem Chairman des Cognis Sustainability Councils Richard Ridinger

Monheim > Das weltweit tätige Spezialchemieanbieter Cognis hat die an der Universität Yale entwickelten 24 Prinzipien für Green Chemistry und Green Engineering übernommen. Damit arbeitet Cognis an der Reduzierung des „ökologischen Fußabdrucks“ und setzt einen Bezugsrahmen für seine Geschäftsaktivitäten, insbesondere bei der Entwicklung hochleistungsfähiger, naturbasierter Produkte für die Wachstumsmärkte Wellness und Nachhaltigkeit. Was diese Verpflichtungen für eine nachhaltige Chemie im Unternehmensalltag von Cognis bedeutet, darüber sprach CSR NEWS mit Richard Ridinger, dem Executive Vice President Care Chemicals und Chairman des Cognis Sustainability Councils:

CSR NEWS: Welchen Anteil machen nachhaltige Chemiegrundstoffe an Ihrem Chemiegrundstoffangebot insgesamt aus?

Richard Ridinger: Cognis verarbeitet zu 50 Prozent nachwachsende Rohstoffe (natürliche Öle und Fette, Pflanzenextrakte).

CSR NEWS: In welchen Branchen erleben Sie aktuell eine starke Nachfrage nach solchen Grundstoffen? (Branchen mit hautnahen Produkten sind zu erwarten. Ihrem CR-Bericht ist zu entnehmen, dass es aber auch andere Branchen sind.)

Richard Ridinger: Der “grüne” Trend ist zu einem globalen Phänomen geworden. Besonders deutlich werden die Veränderungen in den Märkten für Kosmetikprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel, bei denen die Konsumenten verstärkt auf Botschaften wie „biologisch“, „naturbelassen“ oder „ökologisch“ achten. Laut Datamonitor wird zum Beispiel der Markt für naturbasierte Kosmetikprodukte bis 2011 um zwölf Prozent jährlich wachsen. Die Hauptsegmente sind Babypflege-, Bade- und Duschprodukte. Organic Monitor schätzt, dass die jährlichen, weltweiten Erlöse mit Naturkosmetik noch vor 2010 die Zehn-Milliarden-Dollar-Marke übersteigen.

Auch auf dem Markt für Farben und Lacke steigt die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten. Neben hervorragender Leistung, suchen Verbraucher nach wasser-basierten Farben, die frei von schädlichen flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und Lösungsmitteln sind – und im besten Fall Umweltsiegel wie den Blauen Engel oder das TÜV-Siegel tragen. Das allgemein gestiegene Umweltbewusstsein und striktere Bestimmungen zur Nutzung von VOCs, die angeblich die Bildung bodennahen Ozons fördern, haben dazu geführt, dass Farben- und Lackhersteller nach innovativen „grünen“ Lösungen suchen. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Freedonia wird der Absatz für Farben und Lacke 2009 knapp 20 Millionen metrische Tonnen erreichen – 70 Prozent davon wasserbasiert, 30 Prozent lösemittelhaltig.

Auch Pflanzenschutzmittel müssen heute nicht nur besonders leistungsfähig, sondern auch umweltverträglich sein. Pestizidsprays, deren Formulierungen zu einem großen Teil aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen verringern die Umweltbelastung, indem sie die notwendige Dosierung der Aktivsubstanzen signifikant reduzieren, dabei aber eine gleich gute Wirkung erzielen. Die verringerte Dosis bedeutet gleichzeitig weniger Verpackungsmaterial, Abfall, Transportaufwand und Energieverbrauch.

Bei Schmierstoffen ist die Umwelt heute ebenfalls ein großes Thema. Gesetzgeber auf der ganzen Welt verschärfen die Bestimmungen, um die Auswirkungen von Schmierstoffen auf das Grundwasser, den Waldboden, das Ökosystem der Meere und Flüsse und die Atmosphäre zu reduzieren und gleichzeitig die Gesundheit der Hersteller und Verbraucher zu schützen. Abbaubarkeit und natürliche Rohstoffe sind bei vielen Schmierstoffen wichtige Faktoren zur Nachhaltigkeit.
Andere Schmierstoffe wiederum machen das Endprodukt besonders effizient und sind somit in der Anwendung nachhaltig. Hier nur ein Beispiel: In Getrieben und Achsen sorgen die synthetischen Schmierstoffe von Cognis für Höchstleistung. Sie halten bis zu zehn Mal länger als herkömmliche Schmiermittel auf Mineralölbasis. Das ermöglicht längere Garantiezeiten und Wartungsintervalle, reduziert Standzeiten und Ausfallkosten und entlastet die Umwelt.

CSR NEWS: Welche der 24 Prinzipien für Green Chemistry und Green Engineering sind in der Umsetzung eine besondere Herausforderung?

Richard Ridinger: Die 24 Prinzipien geben Cognis mehr Entscheidungs- und Orientierungshilfen vor allem bei der Neuentwicklung von Produkten. Es geht weniger darum, alle 24 Prinzipien gleichzeitig zu erfüllen. Vielmehr dienen sie uns als Kompass und sind eine permanente Aufforderung, auf immer noch bessere und noch ‚grünere‘ und nachhaltigere Produkte hinzuarbeiten. Will unter anderem heißen: noch mehr naturbasierte Rohstoffe zu verwenden, Reststoffe noch konsequenter zu verwerten, den Katalysatoreneinsatz noch weiter zu optimieren und Emissionen noch stärker zu reduzieren.

CSR NEWS: Wie hoch ist der Anteil von Forschung & Entwicklung in Ihrem Budget?

Richard Ridinger: 2008 hat Cognis 85 Millionen Euro in Forschung & Entwicklung investiert. Das waren 2,8 Prozent vom Umsatz. Zusätzlich hat Cognis mit einigen Akquisitionen und Investitionen sein Portfolio gestärkt:
• 2008 hat Cognis eine Beteiligung an der InterMed Discovery GmbH erworben und gleichzeitig eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Damit sichert sich Cognis den Zugang zu einer der weltgrößten Naturstoffdatenbanken und den exklusiven Zugriff auf ausgewählte potenzielle Wirkstoffe für bestimmte Anwendungen in den Bereichen Functional Food, Nahrungsergänzungsmittel sowie Körperpflege- und Reinigungsmittel.
• Laboratoires Sérobiologiques (LS), der auf kosmetische Wirkstoffe spezialisierte Bereich von Cognis Care Chemicals, hat mit der Modernisierung und Erweiterung seiner Produktionsanlagen und Forschungslabors in Pulnoy begonnen. Bis 2010 werden mehr als sieben Millionen Euro investiert, um den Standort in Frankreich als Technologiezentrum für die Forschung, Entwicklung und Produktion von leistungsstarken Wirkstoffen weiter auszubauen.

CSR NEWS: Forscht jedes Unternehmen für sich, oder gibt es eine gemeinsame Grundlagenforschung?

Richard Ridinger: Bei Forschung und Entwicklung haben wir verschiedene Technologieplattformen zur Verfügung, die für verschiedenste Märkte genutzt werden können. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sind bei Cognis direkt den Kerngeschäftseinheiten angeschlossen. Damit sichern wir Marktnähe, Effektivität der Entwicklungsprojekte und kürzere Produkteinführungszeiten. Gleichzeitig sorgt ein Research & Technology Council dafür, dass Synergien zwischen den Kerngeschäftseinheiten genutzt werden. Um unsere Verfahren weiterzuentwickeln, nutzen wir externe Ideen und Marktzugänge – durch unseren offenen Innovationsansatz und der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft.

CSR NEWS: Welche deutschen Hochschulen sind hier führend?

Richard Ridinger: Je nach Fragestellung arbeitet Cognis mit verschiedenen Hochschulen und Instituten zusammen. 2009 hat Cognis zum Beispiel eine Stiftungsprofessur zum Thema „Kommunikation und Management chemischer Prozesse in der Industrie“ an der Bergischen Universität eingerichtet. Die Stiftungsprofessur widmet sich der interdisziplinären Forschung und Entwicklung der nachhaltigen Chemie. Untersucht werden soll, wie Energie und Rohstoffe durch effizienteres Management chemischer Prozesse optimal genutzt werden können. Die Uni Wuppertal wird Grundlagen für neue Produktions- und Produktkonzepte entwickeln sowie Kriterien zur Beurteilung und Kommunikation von Produkten und Prozessen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit erarbeiten.

CSR NEWS: Wie viel teurer sind solche Produkte als nicht nachhaltig produzierte Konkurrenzprodukte?

Richard Ridinger: Cognis äußert sich grundsätzlich nicht zu Produkten und Angeboten von Wettbewerbern.

CSR NEWS: Welche Einbußen in Bezug auf die Funktionalität und den Wirkungsgrad hat eine nachhaltige Produktion zur Folge?

Richard Ridinger: „Grüne“ Produkte sind attraktiv: Sie können das Leben der Konsumenten bereichern und sind gut für die Umwelt. Jedoch möchten Verbraucher dafür keine Kompromisse bezüglich Convenience, persönlichem Wohlbefinden oder Produktleistung eingehen. Für Hersteller liegt die Herausforderung darin, den Anteil an „grünen“ Inhaltsstoffen in Formulierungen zu erhöhen, ohne ihre Leistungsfähigkeit zu beeinträchtigen. Hersteller müssen sich deshalb nicht nur die Frage stellen „Wie weit wollen wir mit der Entwicklung ‚grüner’ Produkte gehen?“, sondern auch „Wie weit können wir mit der Entwicklung ‚grüner’ Produkte gehen?“

Auf die verstärkte Nachfrage nach „grünen“ Konsumgütern hat die Cognis Care Chemicals 2007 mit der Einführung von „Green Chemical Solutions“ (GCS) reagiert. Dieses klar strukturierte System bietet eine standardisierte Klassifizierung von Rohstoffen: Hersteller von Kosmetik- und Reinigungsprodukten erhalten eindeutige Informationen zur gesamten Produktpalette von Cognis Care Chemicals und erfahren auf einen Blick, wie hoch der Anteil der natürlichen und erneuerbaren Rohstoffbasis in jedem Produkt ist. Das gesamte Portfolio ist in verschiedene Stufen der „Natürlichkeit“ eingeteilt, wodurch die Hersteller den Grad an „grünen“ Rohstoffanteilen in ihren Endprodukten selbst bestimmen können. 2008 hat Cognis dann den Fokus auf komplette Formulierungen gelegt. Die Natürlichkeit eines möglichen Endprodukts und sein Leistungsniveau werden mit Hilfe einer „grünen“ Formulierungsmatrix (Green Formulation Grid) veranschaulicht. Sie hilft Herstellern dabei, auf einen Blick zu erkennen, ob eine Formulierung mit der gewünschten Positionierung bezüglich Leistungsfähigkeit und Natürlichkeit bei Cognis bereits verfügbar ist oder ob es prinzipiell möglich ist, eine solche Formulierung zu entwickeln.

CSR NEWS: Wie arbeitet Ihr Sustainability Council?

Richard Ridinger: Die Nachhaltigkeitspolitik steht bei Cognis seit langem im Fokus. Seit 2001 erstellt das Unternehmen seinen jährlichen Nachhaltigkeitsbericht. Seit September 2008 steuert der Sustainability Council den gesamten Themenbereich zentral, um Nachhaltigkeit noch stärker in die Organisations- und Managementsysteme zu integrieren. Das Council initiiert, bewertet und koordiniert als übergreifendes Gremium sämtliche Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit. Auch die Messung und Auswertung der Nachhaltigkeitsleistung gehört zu seinen Aufgaben.
Die Ziele des Sustainability Council sind:
• Schaffung eines einheitlichen Verständnisses von Nachhaltigkeit bei Cognis
• Koordinierung aller Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit
• Sicherstellung der wirtschaftlichen Durchführbarkeit aller Maßnahmen
• Kommunikation des Engagements von Cognis im Bereich Nachhaltigkeit nach innen und außen.

CSR NEWS: Über das Thema Palmöl haben wir verschiedentlich berichtet. Auch auf diesem Gebiet sind Sie engagiert.

Richard Ridinger: Seit 2004 ist Cognis aktives Mitglied im internationalen Roundtable on Sustainable Palm Oil („Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl“; RSPO) und bis heute eines der wenigen Spezialchemieunternehmen, die diesen Multi-Stakeholder-Prozess unterstützen, der vom World Wildlife Fund for Nature (WWF) ins Leben gerufen wurde. Das Ziel der rund 340 RSPO-Mitglieder ist die gemeinsame Entwicklung rechtlicher, technischer, ökologischer und sozialer Kriterien für die nachhaltige Produktion und Verwendung von Palmöl und deren praktischer Anwendung. 2008 hat die Ölpalmenindustrie als erste landwirtschaftliche Industrie für Massenprodukte überhaupt Nachhaltigkeitskriterien entwickelt. Diese Leitlinien sollen unter anderem gewährleisten, dass die Bewirtschaftung von Ölpalmenplantagen mit dem Schutz des Regenwaldes und seiner Biodiversität vereinbar ist. Gegenwärtig ist der RSPO die einzige Multi-Stakeholder-Organisation, die den Prozess zur Implementierung umsetzbarer Prinzipien, Schlüsselindikatoren und Kriterien für eine nachhaltige Palmöl-Produktion unterstützt. Es wird jedoch einige Zeit dauern, bis diese Prinzipien in vollem Ausmaß im gesamten Markt implementiert sind.

Cognis verwendet hauptsächlich Kokosnuss- und Palmkernöl (beide decken zusammen 97 Prozent des Ölbedarfs von Cognis) und – in weitaus geringerem Maße von drei Prozent – Palmöl zur Herstellung von Rohstoffen für die Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie sowie für spezifisch technische Anwendungen wie Additive für Lacke und Farben oder synthetische Schmierstoffe. Mehr als 90 Prozent der aus Ölpalmen gewonnenen Produkte stammen von RSPO-Mitgliedern, die sich zur Einhaltung der RSPO-Kriterien ausgesprochen. Das Unternehmen bezieht sein Palmkern- und Palmöl über internationale Kassamärkte. Es gibt derzeit keine alternative Infrastruktur für den Bezug von Großmengen, die den definierten Nachhaltigkeitskriterien des RSPO entsprechen. Abhängig von der Verfügbarkeit von zertifiziertem Palmöl und Palmkernöl und nach den Vorgaben des „Book and Claim“-Prozesses des RSPO, unterstützt Cognis auf Anfrage seine Kunden bei Marketing- und Supply Chain-Mechanismen, die sie in die Lage versetzen, Endprodukte aus nachhaltigem Palmkernöl herzustellen. Das „Book & Claim“-System basiert auf dem Handel mit Zertifikaten, die für eine entsprechende Menge an nachhaltig erzeugtem Palm- und Palmkernöl stehen. Die Zertifikate werden hierbei getrennt von den physischen Produktströmen gehandelt.

CSR NEWS: In diesen Zeiten interessieren Fragen der Mitarbeiterorientierung besonders: An welchen Themen arbeiten Sie nach der Mitarbeiterbefragung 2007? Wie viele Ihrer Mitarbeiter erreichen Sie mit Ihrem Schulungsangebot?

Richard Ridinger: Die wichtigsten Themen der Mitarbeiterbefragung von 2007 waren emotionale Werte wie Vertrauen und Offenheit. Auf Basis der Ergebnisse von weltweiten Feedback-Workshops hat Cognis Maßnahmen entwickelt, um konkrete Themen anzugehen. Dazu gehören verschiedene globale Initiativen, um die Mitarbeiter über die Unternehmensstrategie, Schlüsselprojekte, bedeutende Erfolge und Innovationen auf dem Laufenden zu halten. Zum Beispiel hat Cognis seinen Pocket Guide und die Unternehmenspräsentation aktualisiert, die viele Mitarbeiterfragen beantworten. Auch im Intranet sind einige Bereiche hinzugekommen, auf denen die Mitarbeiter in Interviews mehr von den Kollegen aus aller Welt erfahren und spannende Fakten zum Unternehmen nachlesen können.

Da die Ergebnisse der Befragung aber stark von Standort zu Standort variieren, sind viele Maßnahmen auf lokaler Ebene angestoßen worden, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu steigern. Dazu hat jedes Land eigene Workshops veranstaltet, um die wichtigsten Bereiche für Verbesserungen und entsprechende Maßnahmen festzulegen und zu kontrollieren. In Deutschland wurde zum Beispiel 2008 eine quartalsweise erscheinenden Präsentationen eingeführt, die einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse bei Cognis in Deutschland bietet. Dabei werden die Themenbereiche Geschäftsentwicklung, Personalmanagement, Produktion, SHEQ (Safety, Health, Environment, Quality), Konzepte und Produkte unserer strategischen Geschäftseinheiten, Funktionen, soziale Projekte sowie Termine abgedeckt.

2008 haben 11.470 Cognis Mitarbeiter an Schulungen teilgenommen. Statistisch waren das mehr als zwei Fortbildungen pro Mitarbeiter im Jahr. Neben individuellen Projekten und dem Cognis College mit über 50 Seminaren und Workshops zu Themen wie Projektmanagement, Marketing, und Leadership wurde Anfang 2008 die Sales Academy gegründet. Sie bietet Trainingsmodule, die speziell auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter im Vertrieb zugeschnitten sind. Cognis setzt auf lebenslanges Lernen, um persönliche und fachliche Potenziale seiner Mitarbeiter kontinuierlich zu entwickeln.

CSR NEWS: Ins Auge fällt Ihr Verweis auf umfassende Compliance-Regeln: Die helfen natürlich nicht, wenn sie nur im Schreibtisch schlummern. Gibt es Schulungen oder Trainingsgespräche, in denen Sie Konfliktsituationen vorwegnehmen? Scannen Sie Geschäftsfelder auf Compliance-Risiken?

Richard Ridinger: Regelmäßige und umfangreiche Trainings stellen sicher, dass alle Mitarbeiter die aktuellen Unternehmensrichtlinien und gesetzliche Anforderungen kennen, die für ihren Bereich wichtig sind. Um zum Beispiel die Einhaltung des Kartellrechts zu gewährleisten, bietet Cognis regelmäßige Trainings für alle relevanten Mitarbeiter an. Regelmäßige Schulungen und Trainings sensibilisieren die Produktionsmitarbeiter weltweit außerdem für das Thema Arbeitssicherheit. Die Mitarbeiter können im Intranet und in der SHEQ-Datenbank auf Richtlinien wie den „Code of Conduct“ (Verhaltenskodex), die Managementpolitik und die Sicherheits- und Gesundheitsphilosophie zugreifen. Cognis hängt außerdem einige Richtlinien am Arbeitsplatz aus oder verteilt sie direkt an die Mitarbeiter.

CSR NEWS: Und zuletzt interessiert uns Ihr Programm Hexenküchen in Kindertagesstätten und die Zusammenarbeit mit dem Benrather Schlossgymnasium, jeweils aus der Perspektive des Corporate Volunteering.

Richard Ridinger: Für die Themen, die uns am Herzen liegen, setzen wir uns auch nach Feierabend und außerhalb der Werkstore ein. Unsere Unterstützung beschränkt sich dabei nicht nur auf finanzielle Beiträge. Zahlreiche Cognis Mitarbeiter beteiligen sich persönlich und mit beträchtlichem Zeitaufwand an Projekten – zum Teil über Jahre hinweg. Unser Schwerpunkt liegt bei Aktivitäten, die Kindern und Jugendlichen Chancen für eine bessere Zukunft eröffnen, und Initiativen zum Schutz der Umwelt. Häufig findet unser Engagement in direkter Nachbarschaft unserer Standorte statt: Als engagierter Mitbürger übernehmen wir auch Verantwortung für die Entwicklung der Städte und Gemeinden, in denen unsere Mitarbeiter leben.

Zwei Düsseldorfer Beispiele sind die „Hexenküche“ und die Kooperation mit dem Benrather Schlossgymnasium im Bereich Naturwissenschaften. Seit 2004 besuchen Cognis Mitarbeiter am jährlichen Tag des Ehrenamts AWO-Kindertagesstätten in Düsseldorf, um dort mit den Kindern im Rahmen der „Hexenküche“ einfache Experimente durchzuführen und das Interesse für Naturwissenschaften zu wecken. Die „Hexenküche“ ist Teil des Projekts Pisa Power – eine Initiative, mit der die AWO Düsseldorf die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern verbessern will.

Cognis unterstützt das Schlossgymnasium in Düsseldorf-Benrath bereits seit 2000. Zu der langfristigen Kooperation gehören unter anderem Angebote wie Auslandspraktika, Betriebserkundungen und Bewerbungstrainings. 2009 haben drei Mitarbeiter anlässlich der Schülerprojekttage das Modul „Sprache und Kommunikation im Beruf“ gestaltet.

CSR NEWS: Vielen Dank!

Die 12 Principles of Green Chemistry im Internet:
http://www.yale.edu/anastasgroup/

Die 12 Principles of Green Engineering im Internet:
http://www.yale.edu/env/zimmerman/jbz_research_page/twelve_principles_enlarge.html

Das Unternehmen Cognis GmbH im Internet:
http://www.cognis.com/countries/Germany/ge/

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