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WWF appelliert an neue Bundesregierung

Frankfurt > Am Tag nach der Bundestagswahl melden Umweltverbände erste Forderungen an die neue Bundesregierung an. Dabei geht es auch um Themen aus dem Bereich der gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung. Der WWF forderte gestern von der neuen Regierung, der Umweltpolitik spätestens bei den Koalitionsverhandlungen einen angemessenen Stellenwert einzuräumen. Im Wahlkampf von CDU und FDP hätten Umwelt- und Klimaschutz bislang kaum eine Rolle gespielt. Angesichts des Klimagipfels in Kopenhagen sei es besonders wichtig, dass Deutschland eine Vorreiterrolle im internationalen Klimaschutz einnimmt. Dazu erwartet der WWF von der neuen Regierung ein Konzept, wie Deutschland bis zum Jahr 2020 den Treibhausgasausstoß um mindestens 40 Prozent reduzieren und bis 2050 die Emissionen auf Null zurückzufahren kann.

„CDU/CSU und FDP müssen die Bürger bei Klima- und Umweltschutz überraschen und weit über ihre Wahlprogramme hinausgehen“, fordert WWF Geschäftsführer Eberhard Brandes. Da Deutschland zurzeit die Präsidentschaft bei der UN-Konvention zur Biologischen Artenvielfalt innehabe, komme auch hier auf die neue Bundesregierung eine besondere Verantwortung zu. Weitere zentrale Themen seien die EU-Reformen zur Fischer- und Agrarpolitik und die EU-Entscheidung über das europäische „Urwaldschutzgesetz“, durch das Produkte aus illegal geschlagenem Holz vom EU-Markt verbannt werden könnten.