Nachrichten

Best Global Brands 2009 – Nachhaltige Marken erfolgreicher

New York > Coca-Cola ist und bleibt die wertvollste Marke. Der Markenwert des Getränkeherstellers beträgt 68,73 Milliarden Dollar. Das haben das Wirtschaftsmagazin BusinessWeek und die Agentur Interbrand in ihrem Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt ermittelt. Das zum neunten Mal in Folge veröffentlichte Ranking zeigt: In der Elitegruppe sind die Verhältnisse stabil geblieben, hier herrschen US-amerikanische Marken vor. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen IBM und Microsoft sowie der Mischkonzern General Electric. Nokia erreicht Rang fünf und ist damit die wertvollste europäische Marke. Google steigerte seinen Markenwert im vergangenen Jahr von Rang 20 auf Rang zehn und in diesem Jahr weiter auf den siebten Rang.

Mit elf vertretenen Marken – vorrangig aus der Automobilbranche – stellt Deutschland die zweitstärkste Gruppe und liegt in der Länderwertung direkt hinter den USA. Mercedes-Benz bleibt mit 23,87 Milliarden Dollar auf Rang 12, BMW folgt mit 21,67 Milliarden Dollar auf Rang 15. Weitere Automarken in dem Ranking sind VW (Rang 55), Audi (Rang 65) und Porsche (Rang 74). Den stärksten Wertzuwachs unter den deutschen Marken erzielte adidas und rückte von Rang 70 auf Rang 62 vor. Neu in der deutschen Gruppe dabei ist Puma (Rang 97), verzeichnet sind zudem SAP (Rang 27), Siemens (Rang 47), die Allianz (Rang 81) und Nivea (Rang 86).

„Dass sich in der Spitzengruppe des Ranking stets dieselben Namen finden, liegt daran, dass diese Marken eine hohe Kundenbindung aufgebaut haben. Sie sind fest in den Köpfen der Konsumenten verankert und folglich ist ihr Markenwert kaum Schwankungen unterworfen. So schaffen sie ihren ökonomischen Wert“, erklärt Nik Stucky, Global Practice Leader Brand Valuation von Interbrand und in dieser Funktion verantwortlich für die Studie.

Für diese hohe Kundenbindung ist von zunehmender Bedeutung, dass Marken als gesellschaftlich verantwortlich wahrgenommen werden. Zu den Ergebnisse des Markenrankings erläutert Christian Conrad, Geschäftsführer brands & values management consultants: „Dass die Nachhaltigkeits-Dimension von Marken eine wesentliche und auch finanzielle Rolle spielt, lässt sich plakativ an Gewinnern und Verlierern des 100 Best Global Brands Rankings zeigen: Große Bankmarken haben erheblich an Wert verloren (bis zu 50% – UBS) und sind in Deutschland auch im brands & values Ethical Brand Monitor 2009 auf den letzten Plätzen von 400 untersuchten Marken zu finden – American Express mit einem Indexwert von 0,78 auf Platz 378, Citibank auf Platz 380 und die UBS auf Platz 313. Die Gewinner in punkto finanziellem Markenwert liegen auch im brands & values Ethical Brand Monitor 2009 (Deutschland) auf den vorderen Plätzen: So liegt beispielsweise amazon auf Platz 26, Google auf Platz 80 und Apple auf Platz 89 – alle mit deutlich positiven Indexwerten.“

Corporate Social Responsibility ist keine Methode zur Steigerung des Markenwertes und hat dennoch einen unmittelbaren Einfluss darauf: „Zwischen dem Nachhaltigen Markenwert von Marken und ihrem finanziellen Wert besteht offensichtlich ein enger Zusammenhang. Es wird Zeit, dass Markenverantwortliche systematischer nach Wegen suchen, Nachhaltigkeit weniger als PR zu sehen, sondern strategisch in ihre Marken-DNA zu integrieren“, betont Conrad.

Hinterlassen Sie einen Kommentar