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Gesellschaftliche Akzeptanz als Basis – Bayer-Chef Wenning stellt Nachhaltigkeitsperspektiven vor

Leverkusen > Investoren erkennen zunehmend die Bedeutung der Nachhaltigkeit für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Davon zeigte sich Bayer-Vorstandschef Werner Wenning heute auf einer Pressekonferenz in Leverkusen überzeugt. Wenning stellte dort die Bayer-Nachhaltigkeitsperspektive 2009 vor. „Wir wollen im Einklang mit gesellschaftlichen Zielen und Bedürfnissen agieren, denn gesellschaftliche Akzeptanz ist die Basis für all unser Handeln und somit wesentlich für unseren nachhaltigen geschäftlichen Erfolg“, betonte Wenning. Weil das nicht erst seit heute so ist, brachte Bayer seinen ersten Umwelt- und Sozialbericht bereits im Jahr 1976 heraus.

Das von Wenning heute vorgestellte integrierte Nachhaltigkeitskonzept basiert klassisch auf drei Ebenen: Innovative Produkte als Benefit an die Gesellschaft, nachhaltige Geschäftsmodalitäten und freiwilliges Engagement. Letzteres lässt sich Bayer jährlich 45 Millionen Euro kosten und speist mit diesem Geld 300 soziale Projekte. Im Kerngeschäft ist Wenning stolz darauf, dass die Bayer-Investitionen in Forschung und Entwicklung in diesem Jahr mit 2,9 Milliarden Euro einen neuen Rekord in der 146-jährigen Bayer-Geschichte erreichten. In der aktuellen Diskussion will Bayer besonders auf die Wertbeiträge von Innovationen zur Lösung gesellschaftlicher Entwicklungen hinweisen – wenn es etwa um eine nachhaltige Gesundheitsversorgung, die Bereitstellung ausreichender und hochwertiger Nahrungsmittel oder den Schutz des Klimas geht. Nur mit dem Einsatz innovativer Technologien lässt sich im Klimaschutz ausreichend viel bewegen, ist Wenning überzeugt. Bis zum Jahr 2013 will Bayer bei den jährlichen Treibhausgas-Emissionen rund 350.000 Tonnen einsparen und sich an diesem Ziel messen lassen.

Ein wichtiger Weg für die Übernahme gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung sind für Wenning Kooperationen mit gesellschaftlichen Organisationen. So eröffnet das Unternehmen in Entwicklungsländern gemeinsam mit Stiftungen und internationalen Institutionen den Zugang zu wichtigen Arzneimitteln. In Schwellenländern gibt Bayer Medikamente auf der Grundlage der Herstellungspreise ab. Wichtige Programme fokussieren auf die medizinische Versorgung von Menschen mit so genannten „vernachlässigten“ Krankheiten: Chargas, die Schlafkrankheit oder auch Tuberkulose.

Bei der Pressekonferenz in Leverkusen ging es auch um die gesellschaftgestaltende Bedeutung eines Unternehmens: China ist mit heute 8.000 Beschäftigten für Bayer ein wichtiger Zukunftsstandort. Hier will Bayer wie an allen Standorten eine Dialogkultur mit den Beschäftigten und der Gesellschaft pflegen. Die Einführung des Dualen Ausbildungssystems in Schanghai ist für Wenning ein wichtiger Beleg dessen, was sein Unternehmen in China leisten kann. Nicht zuletzt werden hier die für Unternehmen wichtigen Facharbeiter ausgebildet.

Auch unter seinem Nachfolger Marijn Dekkers werde Bayer auf einem „nachhaltigen Weg“ bleiben, versicherte Wenning.

Foto: Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning (CSR NEWS)