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Neues EU-Projekt der GILDE: „InnoTrain CSR“ – Gesellschaftliche Verantwortung als Bestandteil beruflicher Qualifizierung

Leonardo-da-Vinci Projekt widmet sich CSR

Unternehmen orientieren sich zunehmend an den Grundsätzen gesellschaftlicher Verantwortung im Sinne von Corporate Social Responsibility (CSR) und verbessern dadurch ihre Wettbewerbsposition. Allerdings findet CSR bislang nur vereinzelt Einzug in die berufliche Qualifizierung.

Die Europäische Union möchte das Engagement der Unternehmen für die Gesellschaft fördern und hat die GILDE-Wirtschaftsförderung in Detmold beauftragt, das Thema CSR in die berufliche Bildung zu bringen. In Detmold fiel nun der Startschuss für ein 24-monatiges international ausgerichtetes Leonardo-da-Vinci Projekt mit Partnern aus Großbritannien, Portugal und Ungarn.

In erfolgreichen Betrieben erstreckt sich CSR über alle Beschäftigten. „Wir glauben, dass erst die Beschäftigten gesellschaftliche Verantwortung im Unternehmen spürbar und nach außen glaubwürdig machen“, erklärt GILDE-Geschäftsführer Rolf Merchel die Ausrichtung des neuen internationalen Projekts. Das innovative Trainingsprogramm „InnoTrain CSR“ solle die dringend erforderliche Kompetenz erhöhen, CSR im Unternehmen nutzbar zu machen. „Mit gesellschaftlicher Verantwortung als Thema in der Aus- und Weiterbildung setzen Unternehmen auf ihre Mitarbeiterentwicklung und stärken von innen heraus ihr eigenes CSR-Profil“, erläutert Projektleiter Wolfgang Keck.

In den kommenden zwei Jahren wird Wolfgang Keck ein umfassendes Weiterbildungskompendium für Ausbilder und Unternehmer erstellen. Bestandteile des Kompendiums sind unter anderem vier Filme über gute Beispiele von CSR-Unternehmen in Europa. Die Filme werden durch den Fachbereich Medienproduktion der Hochschule Ostwestfalen-Lippe produziert. Das Lehrmaterial wird die GILDE-Wirtschaftsförderung zudem europaweit mit ihren Partnern in der betrieblichen Weiterbildung einsetzen. Projektpartner sind dabei die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer in London, die Deutsch-Ungarische Industrie- und Handelskammer in Budapest, die Trainingsinstitution CECOA in Portugal, die Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft AGP und die Deutsche Angestellten-Akademie.

Geschäftsführer Merchel freut sich sehr, dass die GILDE mit ihrem Projektantrag erneut einen Zuschlag bei der EU für das Thema gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen erhalten hat. Damit können die CSR-Aktivitäten der GILDE ausgebaut werden, die sie 2006 mit dem Projekt „Corporate Social Responsibility (CSR) – Gesellschaftliche Verantwortung als Erfolgsfaktor für den Mittelstand“ gestartet hat: „Mit dem neuen CSR-Projekt positionieren wir die Region Lippe nachhaltig in der überregionalen Diskussion zum Thema Gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen.“ Nicht zuletzt sei mit der Firma Hanning + Kahl in Oerlinghausen für den deutschen CSR-Filmbeitrag bereits ein vorbildlich wirtschaftendes Unternehmen aus der Region durch die Projektpartner ausgewählt worden.

Die GILDE ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Detmold und führt Beratungs- und Qualifizierungs-Projekte zu Themen wie Ausbildung, Krisenmanagement oder Internationalisierung durch.

FOTO: (v.l.n.r.) Eelco Hoedemaker (Hanning + Kahl), Gabriel A. Brennauer (Deutsch-Ungarische Industrie- und Handels-kammer), Dr. Heinrich Beyer (Arbeitsgemeinschaft Partner-schaft in der Wirtschaft), Rolf Merchel (GILDE Detmold), Bi-anca Büter (Hochschule OWL), Dirk Lambach (Arbeitsgemeinschaft Partnerschaft in der Wirtschaft), Susann Ehrig (Hochschule OWL), Ian Wivell (Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer), Prof. Dr. Guido Falkemeier (Hochschule OWL), Wolfgang Keck (GILDE Detmold), Vanda Viei-ra (CECOA / Portugal)