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Sponsoring: Sport als Spitzenreiter, Bildung und Soziales hintenan

Hamburg > Die Zuordnung des Sponsoring zum Bereich der Corporate Social Responsibility ist in der Fachwelt strittig. Eine Umfrage des Fachverband für Sponsoring FASPO zeigt: Nur 32 Prozent der Unternehmen verstehen Corporate Social Responsibility als vorrangiges Ziel des Sponsoring, für 60 Prozent ist CSR ein zusätzliches Ziel des Sponsorings. In 36 Prozent der befragten Unternehmen gibt es CSR-Richtlinien, wobei 70 Prozent dieser Richtlinien auch das Sponsoring erfassen. An der jetzt veröffentlichten Online-Befragung mit strukturiertem Fragebogen der FASPO beteiligten sich im Mai 148 Unternehmen aus Deutschland und der Schweiz.

Weitere Ergebnisse der Untersuchung: Für 83 Prozent der Unternehmen dient das Sponsoring vorwiegend der Imagefestigung, für 70 Prozent der Steigerung des Bekanntheitsgrades. Dagegen haben nur 16 Prozent vorrangig die Mitarbeitermotivation oder -bindung im Blick. Mit 82 Prozent liegt das Sportsponsoring als vorrangige Sponsoringform weit vorne, gefolgt von dem Kultursponsoring mit 34 Prozent. Socialsponsoring und Bildungssponsoring bringen es dagegen nur auf jeweils 16 Prozent. Entscheidungen zum Sponsoring liegen überwiegend bei der Geschäftsführung, die Umsetzung inklusive Etatverantwortung und Erfolgskontrolle in der Marketingabteilung. Spezialisierte Sponsoringagenturen spielen mit 13 Prozent bisher eine untergeordnete Rolle, als Lead Agentur tritt am häufigsten eine Werbeagentur auf.

Der Fachverband Sponsoring FASPO hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die Sponsoringwirtschaft im deutschsprachigen Raum zu gestalten und gesellschaftliches Engagement mit kommunikativem Nutzen zu verbinden. Der FASPO ist Mitglied im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft und im Verband Schweizer Werbung SW.