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Corporate Social Responsibility – unternehmensethischer Ansatz oder inflationäre Leerformel?

Mit dem Ziel, einen Diskurs über unternehmensethische Ansätze zur Beantwortung gesellschaftlicher Entwicklungen zu führen, trafen sich Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter bereits zum dritten Mal im Rahmen des Berliner Hochschulforums für ethisches Management.

In der angeregten Diskussion kristallisierten sich bestimmte Erfahrungen und Einschätzungen heraus: So sollte die unternehmensethische Sensibilisierung bereits in der Vorbereitung von Nachwuchskräften auf ihre Aufgabenstellung erfolgen und breit angelegt sein. Es könne nicht darum gehen, einen Weg aufzuzeigen, sondern zur ethischen Reflexion anzuleiten. Diese aber erfordere Kenntnis ethischer Handlungsansätze und einen offenen Diskurs. Die Unternehmensrealität könne dies nicht allein liefern. Also seien externe Partner aufgerufen, in ihren Kompetenzbereichen Unterstützung anzubieten.

In diesem Zusammenhang wurde die Erarbeitung unternehmensübergreifender Handlungsoptionen zur Realisierung ethischer Ansprüche als eine Zielstellung angesehen. Hierbei sollten individuelle Erfahrungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden verknüpft werden, um den Akteuren in den Unternehmen konkrete und umsetzbare Handlungsansätze anzubieten. An diesem Tag auf alle Fragen Antworten zu finden, war schon deshalb kaum möglich, da Unternehmensethik nicht Instrument zur Lösung von Herausforderungen des Unternehmensalltages ist, sondern die eigene Orientierung befördern soll.

Nikolaus Raben, Teilnehmer des Berliner Hochschulforums für ethisches Management