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GSK startet offene Initiative gegen Krankheiten in ärmsten Ländern

München > Bei seiner gestrigen Rede vor dem Rat für Auswärtige Beziehungen in New York gab Andrew Witty, Chief Executive Officer von GlaxoSmithKline (GSK), eine Strategie der „offenen Innovation“ bekannt. Damit will das Pharmaunternehmen Krankheiten, von denen die Bevölkerungen der ärmsten Länder der Welt besonders stark betroffen sind, weiter erforschen und Therapien anbieten. Dazu ermöglicht GSK bis zu 60 Wissenschaftlern aus aller Welt den Zugang zu einem „Open Lab“ im firmeneigenen Forschungszentrum am Tres Cantos Campus in Spanien. Dort können sie die Fachkenntnisse, das Wissen und die Infrastruktur des Unternehmens bei der Durchführung ihrer eigenen Projekte im Rahmen eines integrierten Teams zur Entdeckung neuer Medikamente nutzen. GSK richtet zudem eine gemeinnützige Stiftung ein, mit der Forschung unterstützt und eine bessere gemeinsame Nutzung von Wissen und Ideen erleichtert werden sollen, und stattet diese mit einem Grundkapital von acht Millionen Dollar aus. Eine weitere Initiative: Fünf Wissenschaftler haben ein Jahr lang die firmeneigene Bibliothek nach Wirkstoffkandidaten durchforstet, die den in Subsahara-Afrika verheerend aktiven Malariaerreger P. falciparum hemmen können. Dabei fanden sie über 13.500 Wirkstoffkandidaten heraus, die zur Entwicklung neuer und innovativer Medikamente gegen Malaria führen könnten. Die Ergebnisse stellt GSK nun einschließlich der chemischen Strukturen und der zugehörigen Testdaten auf führenden wissenschaftlichen Seiten im Internet frei zur Verfügung.