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FTD: Bio-Baumwolle gentechnisch verändert

Düsseldorf > Große Mengen als biologisch gekennzeichneter Baumwolle aus Indien sind gentechnisch verändert gewesen. Das berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer Wochenendausgabe. Der Betrug sei bereits im April 2009 durch indische Behörden aufgedeckt worden, jedoch in der westlichen Welt bisher unbekannt. Die FTD berichtet nun parallel zur Berlin Fashion Week darüber. In Zusammenarbeit mit westlichen Zertifizierungsfirmen hätten Dutzende indischer Dörfer gentechnisch veränderte Baumwolle in den Handel gebracht. Die FTD nennt in diesem Zusammenhang die Zertifizierer Ecocert (Frankreich) und Control Union (Niederlande), die von indischen Behörden deswegen mit Geldstrafen belegt worden seien. Betroffen sind nach dem Bericht auch die Unternehmen H&M, C&A und Tchibo. H&M sagte auf Nachfrage der FTD, der Vorfall sei bekannt und man habe mit dem Zertifizierung gesprochen. C&A und Tchibo zeigten sich uninformiert.

C&A erklärte, man habe Kontakt zu den Zertifizierern aufgenommen und überprüfen aktiv die Richtigkeit der Aussagen des FTD-Artikels. Coop erklärte, die Textilien ihrer Marke Naturaline stammten zu 100% aus fair gehandelter Bio-Baumwolle und sei nicht gentechnisch verändert worden. Coop bezieht die Baumwolle für ihre Naturaline-Kollektion seit 14 Jahren nur aus einer einzigen Quelle, der Firma Remei AG in Rotkreuz, die den gesamten Prozess über alle Stufen streng kontrolliert.