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Betriebliches Gesundheitsmanagement – noch große Vorbehalte in KMU

Berlin > Rund 82 Prozent der Unternehmen, die ein Betriebliches Gesundheitsmanagement einsetzen, schätzen die daraus resultierende stabilisierende Wirkung. Trotz dieses Profits sind jedoch gerade in kleinen und mittleren Betrieben die Vorbehalte groß. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der „Initiative Gesundheit und Arbeit“ (iga). Der Begriff „Betriebliches Gesundheitsmanagement“ meint in diesem Zusammenhang das Ziel, die Belastungen für die Beschäftigten zu verringern und so die Ressource Mitarbeiter-Gesundheit zu stärken. Die iga befragte 500 Unternehmen mit 50 bis 500 Beschäftigten zu ihren Erfahrungen damit. Von den befragten Unternehmen hat durchschnittlich jedes Dritte (36 Prozent) ein Betriebliches Gesundheitsmanagement. 82 Prozent der befragten Unternehmen, die das Betriebliche Gesundheitsmanagement anwenden halten dies auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig. Als Gründe gegen den Einsatz eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements führen Unternehmen am häufigsten den Vorrang des Tagesgeschäfts (88 Prozent), fehlende personelle und zeitliche Ressourcen (76 Prozent) und die Priorität anderer Themen (73 Prozent) an. Zudem zeigt die iga-Befragung deutlich, dass vor allem die kleineren Unternehmen bis 200 Mitarbeiter noch viel stärker von einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement profitieren könnten. In iga kooperieren der AOK-Bundesverband, der BKK Bundesverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und der Verband der Ersatzkassen (vdek e.V.).