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Vertrauen in Soziale Marktwirtschaft wächst – wirtschaftliche Verhältnisse als ungerecht empfunden

Gütersloh > Nach langjährigem Akzeptanzverlust nimmt das Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft wieder zu. Das belegt eine aktuelle Allensbach-Umfrage, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde. Während im Jahr 2000 noch 55 Prozent eine gute Meinung von der Sozialen Marktwirtschaft hatten, waren es im Frühjahr 2008 nur noch 31 Prozent. Anfang dieses Jahres ist dieser Wert wieder auf 38 Prozent gestiegen. Dr. Gunter Thielen, Vorstandsvorsitzender der Bertelsmann Stiftung, sieht die Ursache für die Trendumkehr vor allem in der besonnenen Reaktion der Politik in der ersten Phase der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Zudem ergab die Umfrage, dass noch 49 Prozent der Bevölkerung das Wirtschaftssystem als „nicht wirklich sozial“ bezeichnen. Im Jahr 2006 belief sich dieser Wert auf 62 Prozent. Die Umfrage der Bertelsmann Stiftung belegt allerdings auch, dass 58 Prozent der Bevölkerung die wirtschaftlichen Verhältnisse für „nicht gerecht“ halten. Die große Mehrheit der Bevölkerung (71 Prozent) hat den Eindruck, dass die soziale Gerechtigkeit in Deutschland in den letzten vier Jahren weiter abgenommen hat.