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Mit TUI zu Gast im Paradies

Hannover > Dass gesellschaftliche Unternehmensverantwortung einen festen Platz im touristischen Mainstream besitzt, belegt der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der TUI AG mit dem Titel „Zu Gast im Paradies“. Das Unternehmen blickt auf 20 Jahre Umwelt- und Nachhaltigkeits-Engagement zurück – und kann damit auf der heute in Berlin eröffneten internationalen Tourismusmesse ITB punkten. Der Reiseveranstalter richtete bereits 1990 ein Umweltressort ein. Mit über 30 Millionen Kunden pro Jahr und Urlaubszielen in 180 Ländern gehört TUI zu den ganz Großen der Branche. Der Nachhaltigkeitsbericht bietet detaillierte Informationen und konkrete Zahlen, ist jedoch als Lektüre eine Herausforderung und wenig lesefreundlich gestaltet. Der Bericht orientiert sich an den G3-Guideliness der GRI (Global Reporting Initiative) und entspricht der Anwendungsebene „B“. Für die detaillierten Umweltkennzahlen des Konzerns wurde eine Plausibilitätsprüfung durch die Arqum GmbH durchgeführt.

Koordiniert werden die Nachhaltigkeitsbemühungen der TUI AG durch den CSR Council, der im Bereich Konzern-Umweltmanagement / Nachhaltige Entwicklung angesiedelt ist. Auf Vollzeitstellen umgerechnet waren im Jahr 2009 insgesamt 4,5 Mitarbeiter in diesem Bereich tätig. Umwelt- und Verantwortungsthemen werden innerhalb des TUI-Konzerns engagiert gegenüber den eigenen Mitarbeitern kommuniziert. Das geschieht über eine in Intranetplattform ebenso wie über die jährlich stattfindende TUI Green Days, bei denen auch Nichtregierungsorganisationen ihre Themen und Projekte präsentieren. Zu den Gästen des letzten Green Days in Deutschland zählte der auf die Förderung des Umweltschutzes, des Völkerverständigungsgedankens und der Entwicklungszusammenarbeit ausgerichtete Futouris e. V., zu dessen Gründungsmitgliedern die TUI AG im vergangenen Jahr gehörte. Überhaupt kennzeichnet die Kooperation mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Runden Tischen und Zusammenschlüssen die Kommunikation und Verantwortungswahrnahme des Konzerns.

In diesen Zusammenhang gehört die TUI-Kooperation mit der 1990 in Bangkok begründeten Kinderschutzorganisation ECPAT International (End Child Prostitution, Pornography and Trafficking of Children for Sexual Purposes). TUI verteilt das Faltblatt „Kleine Seelen, großer Gefahr“ der Organisation in allen relevanten Destinationen an seine Gäste. Schulungsmaterial wird auch an Reiseleitungen verteilt, Destinationsschulungen des deutschen ReiseVerbandes in Thailand werden unterstützt. Seit Sommer 2009 ist das Thema Kinderprostitution Bestandteil des internen TUI Destinations-Monitoring. Für Hotelverträge wurde ein Nachhaltigkeitsanhang neu entwickelt, der die Vertragspartner in ihren Unterkünften zum Schutz Minderjähriger vor Kinderprostitution verpflichtet. Im Zusammenhang mit solchen Bemühungen fordert der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) auf der ITB ein effektives Instrument zur Umsetzungskontrolle der Programme.

Ein Blick lohnt sich auch in den Berichtsteil zum Thema Biodiversität. TUI benennt dort das Problem, dass gerade Urlaubsreisen in artenreiche Gebiete führen und dass der Tourismus Auswirkung auf solche Gebiete zeigt. Aktivitäten der TUI werden durch den Umweltbeauftragten auf ihre Auswirkungen im Hinblick auf die Biodiversität analysiert. Zu den Maßnahmen des Konzerns zum Artenschutz gehörenden Kooperationsprojekte mit Wissenschaft und Forschung, die Kooperation mit Nichtregierungsorganisationen zur Unterstützung lokaler Artenschutzprojekte, die Verbraucherinformation, die Unterstützung abgestufter Schutzgebietspolitiken in Urlaubsregionen sowie die Mitarbeitersensibilisierung. Auf der ITB riefen die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Prof. Beate Jessel, und die Umweltbeauftragte der TUI AG, Mila Dahle, heute Urlauber und Reiseveranstalter dazu auf, aktiv bei der Eindämmung des illegalen Souvenirhandel mitzuhelfen. Beate Jessel stellte zudem eine gemeinsame Artenschutzkampagne von BfN und TUI AG vor.

Im Absatz über die Mitarbeiterorientierung findet sich – anders als in vielen anderen Nachhaltigkeitsberichten – ein Hinweis auf die Schwerbehindertenquote: 230 Mitarbeiter mit schweren Behinderungen sind zurzeit konzernweit beschäftigte; bei jeder neu zu besetzenden Stelle wird deren Eignung hinsichtlich einer Beschäftigung schwer behinderter Mitarbeiter überprüft.

Die Fokussierung des Konzerns auf Nachhaltigkeitsthemen lohnt sich: Ab dem 21. September 2009 ist die TUI AG zum vierten Mal in Folge Dow Jones Sustainability World Index verzeichnet. Das Unternehmen befindet sich unter anderem auch in den Indizes FTSE4Good (seit 2004) und DAXglobal Sarasin Sustainability Germany (seit 2007).

Weitere Informationen im Internet:
http://www.tui-group.com/de/nachhaltigkeit/nachhaltigkeitsmanagement

Der Futouris e.V. im Internet:

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