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Sophie Ristelhueber gewinnt ‘Deutsche Börse Photography Prize 2010’

Der „Deutsche Börse Photography Prize 2010“ ist am Mittwoch, den 17. März 2010 in London vom Filmdirektor Terry Gilliam an die Fotografin Sophie Ristelhueber vergeben worden. Der mit GBP 30.000 dotierte Preis zeichnet jährlich einen Fotografen aus, der im Vorjahr einen bedeutenden Beitrag zur zeitgenössischen Fotografie in Europa geleistet hat.

 Sophie Ristelhueber (1949, Frankreich) wurde für ihre Retrospektive Sophie Ristelhueber (im Jeu de Paume, Paris, Januar bis März 2009) ausgezeichnet. Seit mehr als 25 Jahren nutzt sie die Fotografie und zunehmend auch bewegte Bilder, um den Einfluss menschlicher Konflikte  auf Architektur und Landschaft an Orten wie Bosnien, Frankreich, Irak, dem Libanon und Kuwait aufzuzeigen. Oft  spielt sie mit der Doppeldeutigkeit von Größenverhältnissen in ihren Arbeiten. Sie vermischt traditionelle Genres der Fotografie und zieht die Aufmerksamkeit des Betrachters unsentimental auf die Narben und Spuren, die wir hinterlassen. Somit thematisiert Ristelhueber das Wesen unserer menschlichen Existenz.

 Die international besetzte und jährlich wechselnde Jury hat unter dem Vorsitz von Brett Rogers, Direktorin der Photographers’ Gallery den diesjährigen Preisträger aus den vier Finalisten ermittelt. Ihre Mitglieder waren: Olivia Maria Rubio, Ausstellungsleiterin, La Fàbrica (Spanien), Gilane Tawadros, Vorstand, Design Artists Copyright Society, Kuratorin und Autorin (Großbritannien), James Welling, Künstler (USA) und Anne-Marie Beckmann, Kuratorin, Art Collection Deutsche Börse (Deutschland).

 Die weiteren Finalisten für den diesjährigen Preis Anna Fox (1961, Großbritannien), Zoe Leonard (1961, USA) und Donovan Wylie (1971, Großbritannien) wurden mit jeweils GBP 3.000 ausgezeichnet.

 „Sophie Ristelhuebers bruchstückhafte Darstellungen erkunden das Feld von Realität und Imagination. Sie thematisieren dringende Fragen von Trauma, Verlust, Erinnerung und Konflikt. Bar jeder Dramatisierung erweitern ihre klinisch präzisen, radikal installierten Bilder die Grenzen des Mediums Fotografie“, sagte Brett Rogers, Direktorin der Photographers’ Gallery, anläßlich der Preisverleihung.

 „Wir gratulieren Sophie Ristelhueber zum Deutsche Börse Photography Prize 2010. Wir freuen uns ganz besonders, bereits zum sechsten Mal Titelsponsor dieses angesehenen Preises zu sein. Unser Dank gilt allen Beteiligten, der Photographer’s Gallery, der Akademie, der Jury und vor allem den Künstlern – der Preis hat sich weltweit zu einer der wichtigsten Auszeichnungen für zeitgenössischen Fotografie entwickelt. Wir möchten allen für Ihr Engagement und Ihren Beitrag danken.“ so Alexandra Hachmeister, die für das Corporate Responsibility der Deutschen Börse verantwortlich ist.

 Seit 2005 ist die Deutsche Börse Hauptsponsor dieser renommierten Fotoauszeichnung, die 1996 von der Photographer’s Gallery in London ins Leben gerufen wurde, um die besten Werke zeitgenössischer Fotografen zu fördern. Der Fokus liegt vor allem auf der Förderung junger Talente und der Anerkennung herausragender Werke internationaler Fotokunst. Die bisherigen Preisträger des Deutsche Börse Photography Prize sind Paul Graham (2009), Esko Männikö (2008),  Walid Raad/ the Atlas Group (2007), Robert Adams (2006) und Luc Delahaye (2005). 

 Die Arbeiten der vier Finalisten sind noch bis zum 18. April in der Photographers’ Gallery in London zu sehen. Anschließend werden die Werke vom 13. Mai bis 25. Juli im Frankfurter Kunstverein zu sehen sein.

 Hinweis für die Redaktion:

 Das Engagement für Fotokunst ist ein wesentliches Element der Sponsoring-Aktivitäten der Gruppe Deutsche Börse. Seit 2000 sammelt die Deutsche Börse zeitgenössische Fotografie. Die Art Collection Deutsche Börse umfasst mehr als 700 überwiegend großformatige Arbeiten von über 70 internationalen Künstlern. Die Kunstwerke werden an den Hauptstandorten der Gruppe – in Frankfurt, Eschborn und Luxemburg – gezeigt.  In der Neuen Börse in Frankfurt finden regelmäßig Führungen durch die Sammlung statt. Dort lädt die Deutsche Börse auch zu Wechselausstellungen ein, die vor allem jungen Fotokünstlern eine Plattform bieten. Darüber hinaus fördert das Unternehmen Ausstellungsprojekte internationaler Museen und Institutionen.

 Ansprechpartner für die Medien:

Michaela Leischner, Media Relations                  
Phone +49-69-2 11-1 15 00

Anne-Marie Beckmann, Art Collection                 
Phone +49-69-2 11-1 52 95

 

 

 
Foto: Sophie Ristelhueber/adagp