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Unternehmen ziehen sich aus Partei-Sponsoring zurück

Düsseldorf > Nach der kritischen Diskussion über das Partei-Sponsoring ziehen sich Unternehmen offenbar davon zurück. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinischen Post“ in ihrer heutigen Ausgabe. Danach haben für den FDP-Bundesparteitag am 24./25. April in Köln zehn bis 15 ausstellende Unternehmen ihre Beteiligung abgesagt. Betroffen ist auch die Bundes-CDU, die aufgrund gesunkener Sponsoringeinnahmen die „Medianight“, ein traditionelles Sommertreffen von Politik, Wirtschaft und Medien, absagen musste. Auch SPD-Parteigliederungen kassierten jüngst Absagen von Sponsoren für geplante Feste und Veranstaltungen, erfuhr die Rheinische Post aus SPD-Kreisen.

Ob das Sponsoring gesellschaftlicher Vereine in den Bereichen Soziales, Sport oder Kultur Teil der gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung ist, wird kontrovers diskutiert. Parteien-Sponsoring taucht aktuell in der CSR-Debatte selten auf. Für dieses Parteien-Sponsoring gilt jedenfalls dasselbe wie für die Unterstützung anderer Vereine: Unternehmen verschaffen damit zivilgesellschaftlichen Organisationen Handlungsspielräume und sich selbst Einfluss.