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E.ON berichtet online zur CR und benennt Supply Chain-Herausforderungen

Düsseldorf > Die E.ON AG legt ihren sechsten Nachhaltigkeitsbericht in Folge vor. Seit zwei Jahren findet sie Nachhaltigkeitsberichterstattung des Energiekonzerns vorwiegend im Internet statt. Und so berichten die Nachhaltigkeits-Websites Seite um Seite von der CR-Struktur und dem internen Organisationsaufbau. Richtig interessant allerdings wird es, wenn der Bericht zum Kerngeschäft der E.ON und zu den Fragen nach der Zukunft der Energieversorgung und der Herkunft der heute verwendeten Energieträger kommt:

Beginnen wir mit dem Zweiten: 36 Prozent seiner Energie erzeugt E.ON aus Kohle. Sie stammt zu über einem Drittel aus den USA, zu großen Teilen aber auch aus Russland, Kolumbien und Südamerika. Was die Frage aufwirft, unter welchen Arbeits- und Sicherheitsbedingungen die Kohle abgebaut wird. In diesem Jahr sind Audits in den südafrikanischen und kolumbianischen Kohleminen geplant, deren Ergebnisse spannend werden dürften. Auch in den russischen Kohleminen wären Audits sinnvoll, wobei hier die politischen Rahmenbedingungen ein solcherart selbstkritisches Unternehmertum erschweren mögen. 24 Prozent seines Stroms erzeugt E.ON aus Kernenergie. Das hierzu benötigte Uran kommt neben Kanada und den USA auch aus Kasachstan und Usbekistan, Namibia, Niger und der Ukraine. An der Verbesserung der sozialen und ökologischen Standards in diesen Minen arbeitet E.ON gemeinsam mit ihren Zulieferern. Die im Bericht zur Supply Chain enthaltenen Angaben wecken Interesse an vertiefenden Informationen.

Spannend ist zudem ein Blick auf die Diskussion zur Zukunft der Energieversorgung bei E.ON. Das Unternehmen will einen Energiemix verwirklichen, der Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Klimaschutz bietet und in dem Erneuerbare Energien und CO2-Neutralität eine wachsende Bedeutung gewinnen. Dazu nennt E.ON Zahlen: Bis 2015 soll der Anteil Erneuerbarer Energien von derzeit 4 auf 12 Prozent steigen. Und im Jahr 2030 soll die Hälfte des Erzeugungsportfolios CO2-neutral sein. Dabei setzt E.ON auf CCS-Technologien („Carbon Capture and Storage“) und investiert in entsprechende Forschungsprogramme. Den Anteil der Energie aus Wasserkraftwerken sieht E.ON stabil bei 6 Prozent. Zum Bezug von Bio-Masse gilt eine Konzernweit ausgerichtete Richtlinie, die auch Online zur Verfügung gestellt wird.

Beim Blick auf andere Felder gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung sticht die Integration schwerbehinderter Mitarbeiter heraus: In seinen deutschen Gesellschaften beschäftigt der Konzern rund 2.000 schwerbehinderte Mitarbeiter. Die „Schwerbehindertenquote“ konnte gegenüber 2008 um fast ein Prozent auf nun etwa 6 Prozent gesteigert werden. Rahmenbedingungen für die Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter setzt eine Konzern-Schwerbehindertenvertretung. Eine Initiative mit dem Titel „Gleiche Chancen für alle“ bietet derzeit 50 schwerbehinderten Jugendlichen Ausbildungsplätze.

Der Corporate Responsibility-Bericht 2009 von E.ON orientiert sich an der Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) und dem Electric Utilities Sector Supplement. Weite Teile des Berichts wurden von PricewaterhouseCoopers (PWC) geprüft. An der Erstellung hat die Hamburger Firma Stakeholder Reporting mitgewirkt.

Weitere Informationen im Internet:
http://www.eon.com/de/responsibility/29266.jsp

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