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BP: Umweltorganisationen mit Boykottaufrufen zurückhaltend

Hamburg > Angesichts der Ölkatastrophe vor den Küsten der USA halten sich Umweltorganisationen in Deutschland mit Boykottaufrufen zurück. Es handele sich bei dem Untergang der Plattform um ein Unglück und nicht um Vorsatz, und derzeit dürfe nichts getan werden, was die Arbeiten vor Ort behindere, sagte ein Greenpeace-Experte gestern in WDR 2. Die Situation sei mit der durch Shell im Jahr 1995 geplanten Versenkung der Förderplattform Brent Spar und mit den Havarien maroder Öltanker nicht zu vergleichen. Greenpeace weist jedoch darauf hin, dass die Öl- und Gas-Plattformen in der Nordsee ebenfalls unfallgefährdet und für eine schleichende Verschmutzung der Nordsee verantwortlich seien. Ein Aufruf der Meeres-Umweltschutzorganisation „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF) zum Tankstellen- und Heizöl-Boykott von Aral und BP (BP-Tankstellen heißen in Deutschland Aral) verhallte weitgehend ungehört.