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Corporate Responsibility bei AIDA Cruises: Engagement für die Philippinen und Mecklenburg

Rostock > Sieben Kreuzfahrtschiffe, 414.000 Gäste im vergangenen Jahr und 140 angesteuerte Häfen in 60 Ländern: AIDA Cruises, nach eigenen Worten die Nummer 1 unter den Kreuzfahrtanbietern in Deutschland, legt eine stolze Bilanz vor. Das zur Carnival Corporation & pcl. gehörende Unternehmen will nicht nur mit wirtschaftlichem Erfolg, sondern auch mit der zunehmend transparenten Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung punkten.

„Die Kreuzfahrt lebt von einer intakten Natur und dem reichen kulturellen Erbe unserer Welt“, sagt AIDA Cruises-Präsident Michael Thamm in dem nun vorgelegten dritten Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens. AIDA ist in einem wachsenden Markt tätig: Die Kreuzfahrtbranche konnte ihre Passagierzahlen in den Jahren zwischen 1998 und 2008 weltweit von 7,8 Millionen auf 16,4 Millionen mehr als verdoppeln. Das eigene Wachstum will AIDA Cruises nachhaltig gestalten. Die Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens steht unter dem Motto „AIDA cares“ und geht auf eine Initiative der Geschäftsleitung im Jahr 2006 zurück und ist an die Abteilung Corporate Communications angebunden, die regelmäßig an die Geschäftsleitung berichtet.

Ein Berichtsthema sind die aus 26 Nationen stammenden AIDA-Mitarbeiter, von denen 4.500 an Bord der Schiffe und 500 am Stammsitz in Rostock arbeiten. Auf See stammen 50 Prozent der Crew aus den Philippinen. Diversität spielt in dem Unternehmen folglich eine große Rolle: Im vergangenen Jahr trat AIDA Cruises der Charta der Vielfalt bei und bei Diskriminierungen vertritt es eine Zero-Tolerance-Politik. Zudem investiert AIDA in Trainingszentren auf den Philippinen, in Indien und Indonesien. Aber auch am Heimatstandort Rostock investiert AIDA Cruises in die Aus- und Fortbildung. Hier entstand 2008 die European Cruise Academy, die in Kooperation mit der Hochschule Wismar Bachelor- und Masterprogramme anbietet. Für die Ostseeküste besitzt die Strukturentwicklung eine besondere Bedeutung:

Wer die Situation an den Küsten Mecklenburg-Vorpommerns nach dem Ende der DDR, den Zusammenbruch der maritimen Wirtschaft und die Entwicklung der Arbeitslosigkeit miterlebt hat, der liest den Nachhaltigkeitsbericht deshalb mit einem Blick auf die Bedeutung des Unternehmens für die Region. AIDA Cruises ist teilweise aus der 1990 privatisierten Deutschen Seerederei mit Sitz in Rostock hervorgegangen. Deren Belegschaft schmolz von über 13.000 Mitarbeitern Anfang 1990 auf 5.300 Mitarbeiter Ende 1991. Heute stammen etwa ein Drittel der Unternehmensmitarbeiter aus der EU, der Anteil an Mitarbeitern aus der Region ist dem Bericht nicht zu entnehmen. Jedenfalls ist bis 2012 die Ergänzung der Flotte um zwei weitere Schiffe geplant, was an Bord und auch auf Land weitere Arbeitsplätze schaffen wird. Am Umsatz gemessen ist AIDA Cruises schon heute das fünftgrößte Unternehmen des Landes.

„In Fragen der Standort- und Wirtschaftspolitik sind die Bundesregierung, die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern und deren nachgeordnete Behörden für AIDA Cruises maßgeblich“, heißt es in dem Bericht. Das Unternehmen pflegt mit seinem Heimatstandort Rostock eine Vielzahl von Kooperationen, fördert die unterschiedlichsten Vereine und vertritt kommunale Interessen in nationalen und internationalen Verbänden. AIDA engagiert sich in der HELCOM-Stakeholder-Konferenz zum Schutz der Ostsee und steht seit dem vergangenen Jahr in einem regelmäßigen Dialog mit dem WWF-Projektbüro Stralsund.

AIDA Cruises berichtet anhand der Kriterien der Global Reporting Initiative und schätzt den Erfüllungsgrad der Leitlinien mit B ein. Seit dem vergangenen Jahr will die Carnival-Gruppe durch die Definition übergreifender GRI-Standards die Vergleichbarkeit der CR-Berichte ihr angehörender Unternehmen sichern; Umweltkennzahlen werden quartalsweise von AIDA Cruises an die Holding berichtet. Carnival ist seit 2005 im FTSE4GOOD Global Index gelistet. Die Möglichkeiten einer ergänzenden Online-Berichterstattung und des digitalen Dialogs nutzt AIDA bisher nicht. Weitere aktuelle Themen des aktuellen Nachhaltigkeitsberichtes sind das Engagement für den Naturschutz und für den technischen Fortschritt.

Der Nachhaltigkeitsbericht im Internet.