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Mallorca: Nachhaltiger Tourismus gewinnt an Bedeutung

Hannover > Am 17. Oktober geht der Internationale TUI Marathon Palma de Mallorca in die 7. Runde. Der Lauf orientiert sich am Leitfaden „Green Champions“ für umweltfreundliche Sportgroßveranstaltungen, den das Bundesumweltministerium und der Deutsche Olympischen Sportbund herausgegeben haben. Abfallvermeidung, die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs und die Verwendung regionaler Lebensmittel sind Teil des Konzeptes. Das Konzept für diesen „Green Marathon“ hat TUI rechtzeitig vor den Sommerferien präsentiert. Grüne Zierde für einen Tourismus, der Natur und Gesellschaft belastet? Über viele Jahre hinweg stand gerade Mallorca für einen Tourismus, der sich durch alles andere als Nachhaltigkeit auszeichnete:

In den sechziger Jahren startete der Massentourismus nach Mallorca. Das Wirtschaftswunder in Deutschland, ein niedriger Preis, Sonne und Meer auf der Baleareninsel und die Gründung der ersten Charterfluggesellschaft machten die Wanderbewegung während der Sommerferienmonate möglich. Die Zahl der Touristen stieg von 360.000 im Jahr 1960 auf über sechs Millionen heute. Legendär wurden die Billigurlaube am Ballermann. Die touristische Besiedelung begann in der Bucht von Palma, setzte sich Mitte der sechziger Jahre über die Südwestküste und nördliche Ostküste fort und erreichte in den siebziger Jahren die Nordküste und die südliche Ostküste. Mallorca verfügt heute über rund 1.600 Hotelanlagen, die vorwiegend von deutschen und britischen Gästen genutzt werden. Der Tourismus hat die Küstenlandschaften und Teile des Inlands geprägt, zu einer hohen Migration von Arbeitskräften geführt, den landwirtschaftlichen Sektor geschwächt, zur Wasserverknappung beigetragen – und den Wohlstand auf der Insel gefördert.

Ist der Tourismus zwangsläufig alles andere als nachhaltig? Die TUI AG sieht das anders – und stellt konkrete Projekte für einen umweltbewussten Tourismus vor. Für TUI ist ein verantwortungsvoller Tourismus Bestandteil der Markenidentität. Auf Mallorca bildet die Basis dazu ein 2005 mit der Regierung der Balearischen Inseln geschlossenes und im vergangenen Jahr erneuertes Rahmenabkommen. Das Abkommen will eine umweltgerechte Gestaltung des Tourismus sichern und stellt Themen wie den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt in den Mittelpunkt. Die Energieversorgung, die Abfallbeseitigung und das Abwasser sind weitere Herausforderungen für die Tourismusbranche. Und die Wertschöpfung aus dem Tourismus soll zu einem großen Teil bei den Menschen vor Ort ankommen. Dazu werden Projekte entwickelt, die das Umweltbewusstsein von Touristen, Hotelpartnern und Reiseveranstaltern fördern. Eines der ersten Projekte ist der TUI Wald im Naturpark „Parc de Llevant“ bei Artà im Osten Mallorcas:

Auf einer Fläche von 48 Hektar werden in den nächsten fünf Jahren 57.600 wilde Olivenbäume und Kiefern wachsen. Die Bäume sollen die küstennahen Hänge vor Bodenerosion schützen und zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten; etwa zehn Euro kostet die Aufpflanzungsaktion pro Baum. TUI Deutschland stellt für jeden Mallorca-Urlauber einen festen Betrag in das Budget für die Wiederaufforstung, informiert die Reisenden in den Reiseunterlagen und in TUI-Medien über das Wiederaufforstungsprojekt und wirbt um Spenden. Ein Anreiz dabei: Für jeden Betrag ab zehn Euro erscheint der Name des Spenders auf einer Hinweistafel im Naturpark; der Reisende hinterlässt sozusagen eine positive Spur auf der Insel.

Aktiv bewirbt TUI das Thema Umweltschutz bei seiner Marke ROBINSON. Interessant ist die Einleitung zu einem Prospekt mit dem Titel „Zeit für Gefühle in gesunder Natur“. Dort heißt es: „Wir tun mehr für die Umwelt als der Gesetzgeber verlangt. Weil es gut für unser Image ist? Hand aufs Herz: Ja, auch darum. Doch vor allem, weil Umweltschutz richtig ist.“ Auf Mallorca erhielt der ROBINSON Club „Cala Serena“ das EMAS-Zertifikat für Eco-Management. Der Club installierte zum Beispiel eine Hauptwäscherei mit Ozon-System, mit der die Waschtemperatur um 80 bis 100% verringert der Wasserverbrauch um 25 bis 30% reduziert werden können. Weitere ROBINSON Clubs sollen mit einer EMAS-Zertifizierung folgen.

TUI bietet vielseitige weitere Umweltinitiativen. Dazu gehört die Möglichkeit für Vertragshotels, als TUI Umwelt Champion ausgezeichnet zu werden. Das Verfahren dazu ist transparent im Internet dokumentiert:

http://www.tui-deutschland.de/td/de/qualitaet_umwelt/umwelt/umweltchampion/verfahren.html

Der Green Marathon im Internet:
http://tui-marathon.com/