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Die Menschen hinter den Maschinen: PALFINGER berichtet über Verantwortung in schwierigen Zeiten

Salzburg > Wie reagiert ein international engagiertes Unternehmen in der Wirtschaftskrise? In seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht stellt sich das österreichische Unternehmen PALFINGER sehr offen und transparent vor. Dem Hersteller hydraulischer Hebe-, Lade- und Handlingsysteme mit 4.500 Mitarbeitern und Stammsitz in Salzburg bescherte die Krise einen Auslastungsrückgang von über 50 Prozent. Das wirkte sich auf die Zahl der Mitarbeiter aus. Wie kann ein Unternehmen angesichts unvermeidbarer Entlassungen glaubwürdig darstellen, dass es die Verantwortung für seine Mitarbeiter als einen zentralen Wert betrachtet?

Von den Entlassungen waren bei PALFINGER insbesondere Mitarbeiter in Osteuropa und Nordamerika betroffen. In Österreich, Deutschland, Italien und Slowenien nutzte das Unternehmen soweit möglich die Kurzarbeit. Dabei entschied sich PALFINGER für eine offene Kommunikation: Je nach Standort fanden zwei bis vier Mitarbeiterversammlungen pro Jahr statt. Am PALFINGER-Standort Bulgarien fiel der Mitarbeiterabbau am stärksten aus. Das Unternehmen berücksichtigte bei seinen Entlassungen die Familienzugehörigkeiten und versuchte, nicht mehrere Mitglieder einer Familie zu kündigen und diese so in Existenznot zu bringen. „Dennoch war das Arbeitsklima durch den Mitarbeiterabbau stark belastet“, heißt es in dem Bericht. Bei Kündigungen in Brasilien wurde darauf geachtet, kurz vor der Pensionierung stehende Mitarbeiter zu verschonen. Insgesamt hielt das Unternehmen um 20 Prozent mehr Mitarbeiter als für den Betrieb erforderlich waren und sicherte sich so einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bei wieder ansteigender Nachfrage.

Der Nachhaltigkeitsbericht kommuniziert sehr offen die Herausforderungen der zurückliegenden beiden Jahre und berichtet detailliert zu den Entwicklungen im Personalbereich. Dadurch überzeugt dieser Nachhaltigkeitsbericht: Relevante Kennzahlen werden für den Drei-Jahres-Zeitraum und unterteilt nach Regionen als Tabelle und Grafik angeboten und im Textteil ausführlich erläutert. Berichtet wird nach den Anforderungen der Global Reporting Initiative auf dem höchsten Anwendungslevel A+. Der Bericht enthält dazu einen Bestätigungsvermerk der ETA Umweltmanagement GmbH als unabhängiger Gutachterorganisation.

Zur österreichischen PALFINGER Gruppe gehören 46 Gesellschaften in 20 Ländern; über 90 Prozent des Umsatzes erzielt die Gruppe außerhalb von Österreich. Die weltweiten Standorte werden über 28 Konzernrichtlinien koordiniert, die auch Themen gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung beinhalten. Besonders für Beschäftigte an Standorte in Asien, Afrika und Südamerika besitzt dabei das Thema Living Wages eine große Bedeutung: Vollzeitbeschäftigte sollen aus ihrem Lohn die wichtigsten Grundbedürfnisse für sich und ihre Familien decken können. Bis zum September dieses Jahres soll eine Analyse dazu vorliegen, wie die Gehaltszahlungen vor dem Hintergrund der Lebenshaltungskosten wirtschaftliche Sicherheit bieten können.

Die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens betrifft auch die Nachhaltigkeitsberichterstattung. „Die größte Herausforderung bei diesem zwei Jahre umspannenden Bericht war es, die insgesamt 20 neu hinzugekommenen Standorte in das Reporting einzugliedern. Doch auch diese Aufgabe haben wir gemeistert“, sagte dazu Daniela Werdecker, CSR-Beauftragte der PALFINGER Gruppe. Die offene Nachhaltigkeitskommunikation lohnt sich für PALFINGER jedenfalls: Das Unternehmen wurde u.a. mit dem Wiener Börse-Nachhaltigkeitspreis 2009, dem Austrian Sustainability Reporting Award (ASRA) 2008 und dem Journalistenpreis 2008 für transparente und professionelle Kommunikation ausgezeichnet.

Der PALFINGER-Nachhaltigkeitsbericht im Internet:
http://www.palfinger.com/palfinger/29522_DE

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