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DIHK fördert „Grüne Beschaffung“ der öffentlichen Hand

Berlin > Die deutschen Wirtschaft bewertet eine Berücksichtigung von Umweltaspekten bei der Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand mehrheitlich positiv. Dreiviertel der Unternehmen befürworten die generelle Berücksichtigung ökologischer Kriterien bei öffentlichen Ausschreibungen. Sogar eine noch stärkere Ausrichtung öffentlicher Aufträge auf Umweltaspekte halten 71 Prozent für vertretbar. Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor. „Die Befürwortung eines deutlich ökologischen Beschaffungsprofils der öffentlichen Hand unterstreicht, dass die deutschen Unternehmen diesem Bereich auch eine große wirtschaftliche Bedeutung beimessen“, betonte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben auf einer Fachkonferenz „Grüne Beschaffung“, die der DIHK im Juni durchführte. Bei vielen Behörden besteht derzeit Unsicherheit, wie die seit 2009 ermöglichte Berücksichtigung umweltbezogener Kriterien im Vergabeverfahren in die Praxis umgesetzt werden kann. Nach Überzeugung des DIHK liegt dabei ein besonderes Augenmerk auf der Strom- und Wärmebeschaffung, der nachhaltigen Mobilität bei Fuhrparks, der Beschaffung von Informations- und Kommunikationstechnologie sowie einer energieeffizienten Beleuchtung.