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Commerzbank spielt eigene Rolle in Finanzkrise herunter

Hamburg > In ihrer Broschüre mit dem Titel „Die Finanzmarktkrise – Wie es dazu kam und was nun zu tun ist“ spielt die Commerzbank ihre eigene Rolle in dieser Krise herunter. Das kritisiert die Financial Times Deutschland (FTD) in ihrer heutigen Ausgabe. In einer ansonsten sehr ausführlichen Chronik der Krise klaffe ausgerechnet im November 2008 eine Lücke, als die Commerzbank teilverstaatlicht wurde und eine Kapitalspritze von 18 Mrd. Euro sowie Garantien über 15 Mrd. Euro erhielt. Man habe die Broschüre nicht gleich überfrachten wollen, begründete eine Commerzbank-Sprecherin dies nach FTD-Angaben. Auch das Kapitel „Wie konnte das passieren?“ stecke „voller verbaler Nebelbomben“ und verschweige bei den Ausführungen zum „Renditehunger institutioneller Investoren“, dass diese Investoren auch aus dem eigenen Hause kamen – nämlich aus der später in der Commerzbank aufgegangenen Dresdner Bank.

Die Broschüre steht hier im Internet zum Download (PDF) zur Verfügung.