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Zur WERTschöpfung beitragen: den Anspruch von Potentialträgern wertschätzen

Katja (28) hat Medieninformatik studiert, einen guten Abschluss in der Tasche. An Angeboten mangelt es nicht, aber schnell merkt sie: Der gewöhnliche Karriereweg ist nicht ihr Ding. Sie sucht mehr nach Erfüllung als nach dem gut bezahlten Job. Sie gründet ihre eigene webbasierte Plattform, bei der soziale Projekte und sozial Engagierte zusammen finden sollen.

Sebastian (35) hat nach seinem Wirtschaftsingenieurstudium seine Karriere in einem multinationalen Energiekonzern begonnen, im In- und Ausland, mit stetig wachsender Verantwortung. Seit einiger Zeit keimt in ihm der Gedanke, sein eigenes Unternehmen zu gründen. Er schreibt einen Business Plan und geht auf die Suche nach Investoren.

Juliane (33) arbeitet in der Stadtentwicklungsbehörde einer großen deutschen Stadt. Sie ist dort persönliche Referentin eines Amtsleiters. Außerhalb ihrer Arbeitszeit engagiert sie sich für eine Initiative im Bereich Leseförderung. Nach 4 Jahren in der Behörde beschließt sie, sich ein Jahr Auszeit zu nehmen und sich neu zu orientieren.

Was kommt Ihnen bei dieser Aufzählung in den Sinn? Dass es toll ist, wie dynamisch und engagiert junge Menschen heute sind? Wie zielstrebig sie ihre Wünsche und Ziele verfolgen und wie hart sie daran arbeiten? Wie wunderbar sie doch sind – diese Lichtblicke am Horizont einer Gesellschaft, in der immer weniger gut ausgebildete, engagierte und leistungsbereite junge Leute vorhanden zu sein scheinen. Doch wer sind die Verlierer in diesem Bild?

Die Behauptung mag kühn sein: Es sind die Arbeitgeber, die Katja, Sebastian und Juliane verlassen haben. Es sind die Unternehmen und Organisationen von heute, die sich auf diese neue Generation von guten Leuten längst nicht eingestellt haben.

Der „Demographische Wandel“ hängt wie das Damoklesschwert über den Arbeitgebern – sowohl gut ausgebildete Facharbeiter als auch interdisziplinär ausgebildete Talente für das Management sind heutzutage anspruchsvoller denn je. Neben dem Wunsch, inhaltlich gefordert und gefördert zu werden, sich zu professionalisieren, sich stets weiterzuentwickeln, an der Wertschöpfung der eigenen Organisation beteiligt zu sein und angemessen dafür entlohnt zu werden, steht mindestens genau so groß der Anspruch, sinnstiftend zu arbeiten, etwas zu dem Wohlergehen der Gesellschaft beizutragen. Nicht neben dem Job, nein, im Job. Sie wollen nicht mehr zwischen Leben und Arbeit unterscheiden. Arbeitgeber, die sich dem nicht stellen, haben das Nachsehen. Und den viel beschriebenen „war for talents“ bereits verloren.

Unternehmen, die gute Leute anziehen und halten wollen, müssen sich damit abfinden, dass gesellschaftliches Engagement und sinnstiftendes Verhalten, kein „nice to have“ ist. Soziale Projekte, Spenden, Öko-Bilanzen, das ist alles wunderbar und zeigt, dass das Unternehmen sich gesellschaftlich engagiert. Es steigert im besten Fall die Identifikation ihrer Mitarbeiter, die Loyalität der Kunden, das Ansehen bei Zulieferern und Kooperationspartnern.

Aber es ersetzt nicht das Gefühl der Mitarbeiter, am eigenen Arbeitsplatz etwas zu bewegen, etwas Sinnvolles zu schaffen, das nicht nur der Profitorientierung dient. Sich ständig weiterzuentwickeln, ohne zum Fachidioten zu werden. Potentialträger in unseren Unternehmen, Behörden und Non-Profit-Organisationen wollen etwas bewegen können und dafür wertgeschätzt werden.

Doch was befähigt sie dazu, die Beweger zu werden, die sie gerne sein würden? Ihre Kompetenzen so auszubauen, dass sie nicht nur ihre eigene Organisation voranbringen, sondern auch in der Gesellschaft positive Veränderungen anstoßen können? Zum Beispiel, die eigenen Einflussmöglichkeiten – im Kontext der Machtstrukturen in ihrem Umfeld – zu erkennen und sie gezielter einzusetzen. Oder Mut, aus der Komfortzone herauszutreten und berufliche Herausforderungen entschieden zu meistern. Ebenso andere Sichtweisen wahrzunehmen und synergetisch zu nutzen.

Dem stehen die Ergebnisse einer Online-Befragung von 200 jungen Führungskräften* entgegen, wie sie Trainings und Weiterbildungen bewerten, die von ihren Arbeitgebern angeboten werden:

  • 40% wollen in den Trainings mehr im Austausch mit ihren Peers lernen
  • 30% wünschen sich mehr Kontakte zu Personen aus anderen Berufen
  • 80% finden, dass die von ihren Organisationen angebotenen Weiterbildungen ihren Job nicht erfüllender machen

Wie bietet man als Organisation seinen Potentialträgern nun die Möglichkeiten, die sie für die persönliche berufliche Erfüllung benötigen? 

Common Purpose hat ein Programm entwickelt, das exakt auf diese Generation zugeschnitten ist. Bei International Navigator vernetzen sich 30 bis 60 aufstrebende Führungskräfte aus den verschiedensten Berufen in ihrem direkten Umfeld. Sie lernen voneinander und von rund 50 lokalen Entscheidungsträgern aus der Praxis. Sie befassen sich mit realen, aktuellen Anliegen aus Kultur, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit und vielen anderen Bereichen. In Arbeitsgruppen, moderierten Diskussionen, Kollegialer Beratung, Besuchen vor Ort und anderen erprobten Methoden des Erfahrungslernens. So kommen die Teilnehmenden mit vielen Persönlichkeiten, Themen und komplexen Herausforderungen in Berührung und erweitern ihr Repertoire an Problemlösungsstrategien. Internationale Komponenten und Kontakte erlauben ihnen zusätzlich, globale Zusammenhänge zu verstehen.

Bisher wird das Programm an Common Purpose Standorten u.a. in Hamburg, Budapest, Johannesburg, London, Bangalore und Glasgow angeboten. Bei Interesse an International Navigator wenden Sie sich bitte an:
Julika Rollin, Programmdirektorin, Common Purpose Hamburg
Tel: 040 4450 6119, Email: julika.rollin@commonpurpose.de

Common Purpose wurde 1989 in Großbritannien gegründet. Heute ist die gemeinnützige Organisation international in 12 Ländern in über 70 Städten vertreten. Über 30.000 Führungskräfte weltweit haben bisher eines der Leadership-Trainings durchlaufen. In Deutschland bietet Common Purpose seit zehn Jahren Programme an; bisher in Hannover, Frankfurt, Leipzig und Thüringen, Hamburg, Stuttgart, Köln, im Ruhrgebiet und in Berlin. Organisationen, die Teilnehmende in unsere Programme entsenden, sind u.a.: Deutsche Bank, Ernst & Young, Dialog im Dunkeln, Fraport, Ver.di, Roland Berger Strategy Consultants, Diakonisches Werk, Evonik Industries, Big Brothers Big Sisters Deutschland, Vodafone, die Behörden in unseren Standorten, die Handwerks- und Handelskammern, die Polizeipräsidien, Universitäten, Kulturbetriebe wie die Oper Stuttgart, das Gewandhaus zu Leipzig oder das Museum Folkwang in Essen oder Stiftungen wie die Robert Bosch Stiftung. Die gemeinnützige Organisation trägt sich zum einen aus Teilnahmegebühren, zum anderen aus Spenden. Spenden ermöglichen nicht nur Führungskräften aus finanzschwachen Einrichtungen Stipendien für die Teilnahme an unseren Programmen, sondern auch die Durchführung des Leadership-Trainings Your Turn für Jugendliche.


* Die 200 Befragten kamen aus dem privaten, öffentlichen und gemeinnützigen Sektor. Zweidrittel von ihnen waren zwischen 25 und 34 Jahren alt.

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Common Purpose Deutschland