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Zara beschneidet offenbar Rechte des Betriebsrats: OTTO steigt aus

Berlin > Nach mehr als zehnjähriger Partnerschaft ist der Otto-Konzern einem Bericht des „Spiegel“ zufolge komplett bei der Textilkette Zara ausgestiegen. Wie das Magazin heute vorab unter Berufung auf Kreise des spanischen Zara-Mutterhauses Inditex berichtete, hat OTTO seine bisherige 22-prozentige Beteiligung bereits abgegeben. Grund sei offenbar, dass Zara sich kürzlich von einer GmbH in eine Firma nach niederländischem Recht umgewandelt habe, was zur Folge hat, dass der Betriebsrat kein Mitbestimmungsrecht mehr hat.

Womöglich wolle der Otto-Konzern sich nicht dem Verdacht aussetzen, bei einem Unternehmen involviert zu sein, das die Stellung des Betriebsrates schwächt. Auch andere Modeketten wie die deutsche Tochter von H&M oder Esprit haben die niederländische Unternehmensform gewählt. Der Otto-Konzern war seit 1999 ein strategischer Partner bei Zara. Otto wollte sich nach „Spiegel“-Angaben nicht zu dem Bericht äußern. Zara betreibt in Deutschland 64 Filialen mit rund 2800 Mitarbeitern.

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