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Humanitäre Soforthilfe: Kürzt Bund seinen Etat?

München > Das Engagement in der humanitären Soforthilfe ist ein Thema für einige international tätige Unternehmen. Dabei ist es vorwiegend ihre Expertise, die diese Unternehmen in Krisensituationen einbringen. So sichert etwa das Desaster Response Team von DHL Deutsche Post World Net in Krisensituationen die Logistik auf Flughäfen ab. Das Engagement der Unternehmen geschieht komplementär zu dem der internationalen Hilfsorganisationen und der Bundesregierung. Letztere will nach einem Medienbericht den Etat für humanitäre Soforthilfe im Ausland im kommenden Jahr um 20 Prozent kürzen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin „Focus“ in seiner neuen Ausgabe unter Verweis auf den Haushaltsentwurf für das Auswärtige Amt. Dieses dürfe damit 2011 nur noch bis zu 76,8 Millionen Euro für Soforthilfe im Krisen- oder Katastrophenfall zur Verfügung stellen.

In einem Protestbrief appellierten laut „Focus“ die 14 Verbände der Katastrophenhilfe wie Caritas International und das Deutsche Rote Kreuz an die Haushaltspolitiker des Bundestages, die Pläne noch einmal zu überdenken. „Mit dieser Unterstützung des Auswärtigen Amtes leisten wir deutsche Hilfsorganisationen weltweit richtige Nothilfe, die direkt den Betroffenen zugutekommt – gerade in vergessenen Konflikten“, heißt es „Focus“ zufolge in dem Schreiben. „Wir ergänzen diese Hilfe mit eigenen Mitteln und tragen die Verwaltungskosten dieser Hilfsprojekte selbst.“

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