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Globale Standards: Zwischen Regulierung, Normativität und Rhetorik (Call for Papers)

Die zfwu ist eine wissenschaftliche Fachzeitschrift. Durch ihre interdisziplinäre theoretische und praktische Ausrichtung an der Schnittstelle von Ökonomie und (praktischer) Philosophie stellt sie in erster Linie der Wissenschaft, aber auch interessierten Vertreterinnen und Vertretern von Wirtschaft, Politik sowie anderen relevanten Institutionen ein wirtschaftsethisches Diskussionsforum auf hohem Niveau zur Verfügung. Publikationssprachen sind Deutsch und Englisch. Alle Beiträge unterliegen einem doppelt verdeckten Gutachterverfahren.

zfwu 12/1 (2010): Call for Papers bis zum 15.10.2010
Globale Standards: Zwischen Regulierung, Normativität und Rhetorik

Unternehmensethik hat über die letzten Jahrzehnte eine zunehmende Institutionalisierung auf gesellschaftlicher Ebene erfahren. Dies gilt besonders auch für die globale Ebene, wo seit den 1970er Jahren verschiedene Standards für unternehmerische Verantwortung gesetzt wurden. Diese reichen von Verhaltenskodizes, Richtlinien und Prinzipien bis hin zu Ethik-, Umwelt- und Sozialnormen und werden als solche von staatlichen, privaten oder hybriden Akteuren entwickelt und implementiert. Insgesamt zeichnen sich diese Ansätze dadurch aus, dass sie über organisationale Einzelmaßnahmen in Unternehmen hinausgehen und damit Fragen der gesellschaftlichen Steuerungsfähigkeit in einer globalisierten Welt berühren.

In der geplanten Ausgabe „Globale Standards: Zwischen Regulierung, Normativität und Rhetorik“ soll die Rolle von CSR-Standards im Kontext globaler Steuerungsfähigkeit beleuchtet werden. Welchen Beitrag versprechen Standards etwa für das Ressourcenmanagement, gerechte Wirtschaftsbeziehungen oder die Einhaltung und Durchsetzung von Menschenrechten? Sind globale Normen mehr als wohlmeinende Rhetorik? Wie sind globale Standards zugleich effizient und legitimierend zu gestalten? Unter welchen kulturellen und sozialhistorischen Bedingungen entwickelten und entwickeln sich globale Standards? Ist Steuerungsfähigkeit durch CSR-Standards jenseits der Dichotomie von „freiwillig“ und „verpflichtend“ denkbar? Wie sind globale Standards (jenseits der dominanten sozialwissenschaftlichen Herangehensweise) aus ethischer Sicht zu betrachten und welche Konsequenzen lassen sich daraus entwickelt?

Gefragt sind sowohl empirisch-vergleichende Untersuchungen als auch theoretische (sozialwissenschaftliche wie normative) Arbeiten, die sich der jungen Schnittstelle zwischen Corporate Social Responsibility und Global Governance annähern.

(Gast-)Herausgeber dieser Ausgabe sind Thomas, Hajduk (Europäische Universität Viadrina, Frankfurt/Oder), Jan Hendrik Quandt (Universität Bielefeld) und Thomas Beschorner (zfwu, Universitäten Montréal und St Gallen).

Kontakt: Thomas Beschorner, email: thomas.beschorner@unisg.ch

Autorenhinweise
Bitte beachten Sie vor der Einreichung von Manuskripten die Autorenhinweise auf unserer Homepage www.zfwu.de. Dort finden Sie neben den notwendigen Formalien auch eine Druckformatvorlage, die Ihnen die Arbeit in technischer Hinsicht erleichtern wird. Für weitere Fragen steht Ihnen das Herausgeberteam gerne zur Verfügung.