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WHO-Studie: Erste Erfolge im weltweiten Kampf gegen Malaria

Washington > Der seit Jahren verstärkte Kampf gegen Malaria zeigt einer WHO-Studie zufolge erste Erfolge, die aber ohne eine Aufstockung der bereitgestellten Mittel wieder eingebüßt werden könnten. Durch mit Insektiziden behandelte Moskitonetze oder medikamentöse Malaria-Prophylaxe für Schwangere hätten in den vergangenen zehn Jahren fast 750.000 Kinder in 34 afrikanischen Ländern gerettet werden können, teilte das Anti-Malaria-Programm der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Roll Back Malaria (RBM), am Dienstag mit. Vor allem seit 2006 seien dank stärkeren finanziellen Engagements deutliche Erfolge spürbar. Bei einer Beibehaltung dieser Tendenz könnten bis zum Jahr 2015 weitere drei Millionen Kinderleben gerettet werden, hieß es.

„Dieser Bericht belegt die Bedeutung von Vorsorgemaßnahmen gegen Malaria, wenn wir die UN-Millenniumsziele bis 2015 erreichen wollen“, erklärte der Direktor des WHO-Programms, Robert Newman. Mit ihren Millenniumszielen legten die Vereinten Nationen im Jahr 2000 Zielmarken fest, wie die Armut in der Welt bis zum Jahr 2015 verringert und etwa die gesundheitliche Versorgung in armen Regionen der Welt verbessert werden soll.

Weltweit sterben jährlich mehr als 850.000 Menschen an einer Malaria-Infektion, die meisten davon in Afrika südlich der Sahara, wo das Sumpffieber für 20 Prozent der Todesfälle bei Kindern verantwortlich ist.

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