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Social Media: wachsende Bedeutung für journalistische Recherche

Journalisten in Deutschland, England und Frankreich greifen für ihre Recherchen zunehmend auf Social Media-Plattformen wie Twitter, Facebook und XING zurück. Auch für die Kontaktpflege werden Social Media immer wichtiger. Die PR-Branche hat das noch nicht verstanden, finden britische Journalisten.

London > Journalisten in Deutschland, England und Frankreich greifen für ihre Recherchen zunehmend auf Social Media zurück. Das gilt sowohl für die Themenrecherche als auch für das Factchecking. Social Media werden dabei ergänzend zu herkömmlichen Quellen verwendet – wie etwa PR-Aussendungen. Zusätzlich gewinnen Social Media im alltäglichen Leben der Journalisten an Bedeutung, und da persönliche Kontakte nachwievor die Basis journalistischer Arbeit bilden, zeigen sie auch auf dieser Ebene Einfluss. Das stellten Cision, ein weltweiter Dienstleister für die PR- und Medienbranche, und die Universität Sunderland in einer im Juli durchgeführten Online-Befragung unter dem Titel „Europe’s 2010 Social Journalism Study“ fest. An der Befragung nahmen 549 Journalisten aus dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland teil.

Twitter – Facebook – LinkedIn – XING

Für 74 Prozent der britischen Journalisten bilden Social Media ein wichtiges Arbeitsmittel, in Deutschland und Frankreich sind es 50 Prozent. Für das Social Networking besitzen in allen drei Ländern die Plattformen Twitter, Facebook und LinkedIn die größte Bedeutung, in Deutschland kommt XING als zentrale Plattform hinzu. Ein wichtiges Ergebnis der Untersuchung: Social Media halten 60 Prozent der Journalisten für mindestens so glaubwürdig oder sogar für glaubwürdiger als die Offline-Kommunikation.

Wikipedia

Unter den Social Media wird Wikipedia am häufigsten genutzt, in Deutschland sogar doppelt so häufig wie in anderen Ländern. Über 60 Prozent der befragten Journalisten nutzen Wikipedia wöchentlich, um neue Themen zu finden und Fakten zu überprüfen. 22 Prozent greifen zu diesen Zwecken wöchentlich auf Blogs zurück, 34 Prozent nutzen Newswire. Für das Factchecking besitzt – wenig überraschend – die Nutzung von Suchmaschinen eine sehr hohe Bedeutung, allerdings gleichauf mit dem Rückgriff auf persönliche Kontakte.

Nach Überzeugung von einem Drittel der befragten Journalisten verstehen PR-Verantwortliche die Welt der Social Media nicht und nutzen sie nicht für die Kommunikation.

CSR-Diskussion auf XING

CSR NEWS hat Ende 2009 auf XING die Gruppe CSR-PROFESSIONAL gestartet, die heute bereits rund 1.200 Mitglieder verzeichnet und schnell wächst. Die Gruppe zeichnet sich durch lebendige und fachlich intensive Diskussionen aus. Um diesen Diskursen ein stärkeres Gewicht zu verleihen, werden die aktuellen Beiträge seit dieser Woche auf der Hauptnachrichtenseite von CSR NEWS präsentiert.

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