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Stiftungen verbinden Unternehmen und Zivilgesellschaft – Bayer-Stiftungen legen Bericht vor

Leverkusen > Die Privatwirtschaft soll noch stärker in die Entwicklungshilfe einbezogen werden, forderte Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel am Mittwoch in New York. Seit Jahrzehnten sind es in Deutschland gerade die Unternehmensstiftungen, die das leisten: Sie verbinden Unternehmen und Zivilgesellschaft und stehen im Dialog mit der Politik. Zu den Unternehmensstiftungen mit einer langen Tradition gehören die Bayer-Stiftungen, die in der vergangenen Woche ihren Förderbericht für die Jahre 2007 bis 2010 vorlegten.

Stiftungswesen neu geordnet

Die Bayer AG hatte 2007 ihr Stiftungsengagement neu geordnet und auf Schwerpunktthemen fokussiert: Die Bayer Science & Education Foundation fasst das Engagement für Wissenschaft und Bildung zusammen. Der Förderung des Ehrenamtes, der Stärkung innovativer sozialmedizinischer Ansätze und dem Wiederaufbau in der Katastrophenhilfe widmet sich die Bayer Cares Foundation. Und in den Vereinigten Staaten engagiert sich die Bayer USA Foundation übergreifend in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Nachbarschaftsprojekte und öffentliche Gesundheitsfürsorge. Die drei Stiftungen sind sogenannte kapitalintensive Stiftungen: Sie sind mit einem Vermögen von 43 Millionen Euro ausgestattet und schütten jährlich aus Kapitalerträgen und Spenden 4,5 Millionen Euro an Fördermitteln aus.

Stiftungsarbeit mit Tradition

Die Geschichte der Bayer-Stiftungen reicht bis in das Jahr 1923 zurück: Damals rief Dr. Carl Duisberg als Generaldirektor der Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co die erste Bayer-Stiftung ins Leben. Stiftungsziel damals war es, „bedürftigen Studenten der Medizin“ einen Studienaufenthalt im Ausland zu finanzieren. Stipendien und der internationale Austausch sind noch heute wichtige Elemente der Bayer Science and Education Foundation. So ermöglichen Schüler-Stipendien naturwissenschaftlich interessierten jungen Menschen, als „Climate Fellows“ an internationalen Wissenschaftscamps teilzunehmen.

Herausforderung China

Ein besonderes Projekt der Bayer Science and Education Foundation ist die Förderung der Nachhaltigkeit in China. Dazu hat die Stiftung einen Lehrstuhl für nachhaltige Entwicklung an der Tongji Universität Schanghai verankert – gemeinsam mit dem United Nations Environmental Programme (UNEP). Fünf Jahre lang investiert die Stiftung jährlich 200.000 US Dollar in dieses Projekt.

Unternehmen und Zivilgesellschaft verbinden

Wie Stiftungen Unternehmen und Zivilgesellschaft verbinden können, wird am Beispiel des Aspirin Sozialpreises deutlich. Die Bayer Cares Foundation hat den Preis ins Leben gerufen und in diesem Jahr erstmals vergeben. Der mit 35.000 Euro dotierte Preis fördert innovative, gemeinnützige Sozialprojekte und Initiativen, die vorbildliche Arbeit im Bereich Gesundheit leisten. Damit setzt der Preis im unmittelbaren Umfeld der Unternehmensaktivitäten an und fördert zivilgesellschaftliches Engagement. Derzeit läuft die zweite Bewerbungsphase für den Aspirin Sozialpreis.

Ein hoher Anspruch

„Die Welt lebenswerter zu gestalten ist ein zentrales Anliegen von Bayer. Dazu möchte auch unser Stiftungswesen einen Beitrag leisten“, schreibt Werner Wenning, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG, in seinem Vorwort. Das ist ein sehr hoher Anspruch, an dem sich die Bayer-Stiftungen messen lassen wollen.

Der Stiftungsbericht 2007-2010 zum Download:
http://www.bayer-stiftungen.de/de/Stiftung-dt-A4-Ansicht.pdfx

Foto: Junge Umweltbotschafter aus verschiedenen Ländern lernen bei Bayer, was für den Schutz der Natur wichtig ist. Ihr Wissen nehmen sie anschließend mit nach Hause, um es dort weitergeben zu können.

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