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Nestlé investiert in Lebensmittel zur Krankheitsbekämpfung

Zürich > Nestlé will künftig massiv in neue Lebensmittel zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten investieren. Der Schweizer Konzern teilte am Montag mit, er wolle Pionier einer „neuen Industrie zwischen Nahrung und Pharma“ werden. Nestlé will demnach künftig verstärkt spezielle Nahrungsmittel entwickeln, um Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Alzheimer vorzubeugen und zu heilen.

Nestlé schafft dazu ab Januar 2011 eine neue Tochtergesellschaft namens Nestlé Health Science. Dort sollen auch die bisherigen Aktivitäten auf diesem Feld gebündelt werden, mit denen der Konzern bereits rund 1,2 Milliarden Euro pro Jahr umsetzt. Bei der Gesundheitsernährung geht es um Lebensmittel, die oft Medikamenten sehr ähnlich sind: So produziert Nestlé bereits Spezialgetränke mit extrem vielen Kalorien oder Trinknahrung für Menschen mit Verdauungsstörungen.

Zudem will der Konzern nach eigenen Angaben im kommenden Jahrzehnt hunderte Millionen Euro in den Aufbau eines Forschungszentrums für Gesundheitsernährung stecken. Dieses soll an der Eidgenössischen Technischen Hochschule im schweizerischen Lausanne angesiedelt werden. Dort gewonnene Erkenntnisse über das Altern, den Einfluss der Gene oder der Umwelt sollten in Ernährungsstrategien umgewandelt werden, die „gute Gesundheit und langes Leben“ förderten, erklärte Nestlé.

Nestlé-Chef Paul Bulcke erläuterte, die heutigen Gesundheitssysteme, die vor allem auf die Pflege von Krankheiten abzielten, seien wegen der Alterung der Gesellschaft und leerer Staatskassen „nicht tragfähig und deshalb verbesserungsbedürftig“. Mit der Erforschung der Gesundheitsnahrung sollten effiziente und kostengünstige Wege gefunden werden, um den „akuten und chronischen Krankheiten des 21. Jahrhunderts vorzubeugen und sie zu behandeln“.

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CSRjournalist

Achim Halfmann ist Geschäftsführer von CSR NEWS und lebt im Bergischen Land. Seine Themen liegen vorallem in den Bereichen Gesellschaft, Medien und Internationales.

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