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Experten: Fleischproduzenten müssen sich auf mehr Münder einstellen

Buenos Aires > Die wachsende Zahl von Fleischessern weltweit stellt die Produzenten vor große Herausforderungen: Nach Einschätzung von Experten bei dem in Buenos Aires tagenden Welt-Fleisch-Kongress müssen sie bis zum Jahr 2050 doppelt so viel Fleisch wie derzeit herstellen. Die Frage sei, wie 460 Millionen Tonnen Fleisch jährlich produziert werden könnten, wenn es neun Milliarden Menschen auf der Welt geben werde, sagte der Chef der Internationalen Fleisch-Organisation, Arturo Llavallol, der Nachrichtenagentur AFP am Montag (Ortszeit) in der argentinischen Hauptstadt.

Ein Schlüssel zur Lösung des Problems werde die Eindämmung des Klimawandels mit „seinen Dürren und Überschwemmungen“ sein, die die Agrarindustrie bedrohten, sagte Llavallol. Die steigende Nachfrage liegt nicht nur in der wachsenden Weltbevölkerung begründet, sondern auch im veränderten Konsumverhalten. So essen die Chinesen etwa heute vier Mal so viel Fleisch wie vor 30 Jahren: Pro Kopf kommen sie auf knapp 60 Kilogramm im Jahr im Vergleich zu 13,7 Kilogramm damals, wie das Welternährungsprogramm (WFP) bei dem Kongress erklärte.

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