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Alternativer Nobelpreis ehrt Umweltschützer und Hilfsprojekte

Berlin > Den Alternativen Nobelpreis teilen sich in diesem Jahr Umweltschützer aus Nigeria und Brasilien sowie eine nepalesische Hilfsorganisation und Ärzte in Israel. Die in Stockholm ansässige Stiftung für den sogenannten „Right Livelihood Award“ erklärte am Donnerstag, die Preisträger hätten sich in beispielhafter Weise für einen Wandel „von unten“ eingesetzt. Sie teilen sich ein Preisgeld von 200.000 Euro.

Der Nigerianer Nnimmo Bassey erhält nach Angaben der Stiftung den Preis, „weil er die ökologischen und menschlichen Kosten der Ölförderung aufzeigt und mit seinem Einsatz Umweltbewegungen in Nigeria und der ganzen Welt stärkt“. Der brasilianische Bischof Erwin Kräutler wurde demnach geehrt, weil er sein Leben den Rechten der indigenen Völker gewidmet habe und sich unermüdlich für den Erhalt des Amazonas-Urwalds einsetze.

Der nepalesischen Hilfsorganisation SAPPROS erkannte die Stiftung den Alternativen Nobelpreis zu, weil sie „selbst im Angesicht der Bedrohung durch politische Gewalt“ gezeigt habe, wie Dorfgemeinschaften Armut überwinden könnten. Die Ärztevereinigung Physicians for Human Rights-Israel erhielt die Auszeichnung „für ihren unbezähmbaren Geist, mit dem sie für das Recht auf Gesundheit für alle Menschen in Israel und Palästina einsteht“.

Der Alternative Nobelpreis wird seit 1980 verliehen. Er soll diejenigen unterstützen, die „praktische Antworten“ auf die drängendsten Herausforderungen der Gegenwart geben. Überreicht werden die Preise am 6. Dezember im schwedischen Parlament.