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UN-Klimachefin Figueres fordert Staaten der Welt zum Handeln auf

Tianjin > Zum Auftakt einer UN-Konferenz zum Kampf gegen die Erderwärmung im chinesischen Tianjin hat UN-Klimachefin Christiana Figueres die Regierungen der Welt zum Handeln aufgerufen. „Sie können weiter am toten Punkt bleiben oder Fortschritte machen“, sagte Figueres heute vor rund 3000 Delegierten. „Die Zeit der Wahl ist gekommen.“ Auf dem Weltklimagipfel im mexikanischen Cancún vom 29. November bis zum 10. Dezember sei ein „konkretes Resultat notwendig und dringlich“. Nach dem Scheitern des Gipfels in Kopenhagen im vergangenen Jahr müssten die Staaten wieder Vertrauen in ihre Fähigkeit herstellen, den Kampf gegen den Klimawandel voranzubringen.

Die sechstägige Konferenz in der Hafenstadt Tianjin soll den Weltklimagipfel in Cancún vorbereiten. Es ist das erste Mal, dass China Gastgeber einer internationalen Konferenz im Rahmen der UN-Klimakonvention ist. Das aufstrebende Riesenreich ist nicht als Vorreiter bei den internationalen Klimaschutzbemühungen bekannt. Vielmehr wehrt sich das Land mit dem weltweit höchsten Treibhausgas-Ausstoß dagegen, bei der Verringerung der klimaschädlichen Emissionen genauso in die Pflicht genommen zu werden wie etablierte Industriestaaten.